Новая система финансирования капитального ремонта домов;pdf

Pressemeldung
Nr. 26/2014
Jobcenter Köln: Kommunale Eingliederungsleistungen
sind zentrale Bausteine zur Wiedereingliederung von
langzeitarbeitslosen Menschen
Köln, 30.Oktober 2014
„Sozialintegrative
Leistungen
sind
unverzichtbar, um Langzeitarbeitslose nachhaltig in den Arbeitsmarkt
zu integrieren und sie damit wieder in die Gesellschaft
zurückzuführen“, sagt Olaf Wagner, Geschäftsführer des Jobcenter
Köln. Voraussetzung seien individuelle Hilfeprozesse auf Basis einer engen
Zusammenarbeit zwischen Jobcenter Köln, kommunalen Jugend- und
Sozialverwaltungen
sowie
Vereinen
und
Trägern
der
freien
Wohlfahrtspflege. „Unser Auftrag ist es, betroffenen Menschen durch
individuelle, ganzheitliche Beratungs- und Hilfsangebote wieder ein Leben
ohne staatliche Unterstützungen zu ermöglichen“, so Wagner.
Zur freien Auswertung
durch die Redaktionen
von Presse, Funk und
Fernsehen.
Belegexemplar erbeten.
Pressekontakt:
Jobcenter Köln
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Pohligstr. 3
50969 Köln
Tel.: (0221) 94 29 – 83 56
Fax: (0221) 94 29 – 82 02
[email protected]
jobcenter-ge.de
www.jobcenterkoeln.de
Die berufliche Integration vieler Langzeitarbeitsloser wird durch eine Reihe
sich oft wechselseitig bedingender persönlicher Probleme wie beispielsweise
gesundheitliche
Beeinträchtigungen,
wirtschaftliche
Notlagen,
Suchterkrankungen oder unzureichende berufliche Qualifikationen
erschwert. „Über 50 Prozent unserer Kunden/innen bringen erhebliche
Vermittlungshemmnisse mit – oft ausgelöst durch mehrere Gründe“, sagt
Wagner. „Wichtig ist es, die Menschen erst einmal zu stabilisieren und sie
dann Schritt für Schritt wieder an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Erst
wenn dies gelungen ist, können umfassendere Projekte zur beruflichen
Integration greifen.“
Einen wichtigen Baustein innerhalb des Hilfesystems stellen dabei die so
genannten
„Kommunalen
Eingliederungsleistungen“
dar:
Sie
unterstützen die Menschen durch eine Vielzahl von bedarfsgerechten
Angeboten, ihre Vermittlungshemmnisse abzubauen. Finanziert werden sie
durch die Stadt Köln. „Die sozialen Eingliederungsleistungen sind ein
wichtiges
Aufgabenfeld
innerhalb
der
kommunalen
Aufgabenwahrnehmung im Bereich des SGB II“, sagt Henriette Reker,
Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln. Dabei
gehe es vor allem darum, die notwendigen Rahmenbedingungen für die
hilfesuchenden Kölnerinnen und Kölner zu schaffen, damit sie mittelfristig
wieder eine Chance bekommen, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
„Obwohl die Ausgangssituation in vielen Fällen zunächst schwierig ist,
bestärken uns die zahlreichen positiven Ergebnisse gelungener
Eingliederungserfolge“, sagt Wagner. Ein gelungenes Projekt ist die
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Nr. 26/2014
Zweiradwerkstatt 180°, die aus einer Kooperation zwischen der Aidshilfe
Köln und der IB GmbH West Arbeitsprojekt hervorgegangen ist und vom
Jobcenter Köln bei der Förderung von Menschen mit Drogenproblemen
unterstützt wird.
Im Jahr 2011 stellte sich dort ein 44-jähriger drogenabhängiger, obdachloser
Mann mit mehrjähriger Inhaftierung vor. Nach einer Teilentgiftung und
anschließender Dauersubstitutionstherapie absolvierte der Mann innerhalb
von 16 Monaten unterschiedliche Qualifikationsmodule im Bereich der
Fahrradmontur in der Zweiradwerkstatt 180°. Nach zweimaligen
Außenpraktika und geringfügiger Beschäftigung belegte er einen
Vorbereitungskurs zur externen Gesellenprüfung bei 180°, die er Anfang
2014 mit Erfolg bestand.
Zur freien Auswertung
durch die Redaktionen
von Presse, Funk und
Fernsehen.
Belegexemplar erbeten.
Flankierend zu der fachlichen Anleitung wird den Projekt-Teilnehmenden
eine psychosoziale Betreuung angeboten. Diese unterstützt bei der
Bewältigung
ganz
persönlicher
Probleme
wie
gesundheitlichen
Beeinträchtigungen, drohende Obdachlosigkeit, oder Gewalterfahrungen.
Das Angebot wird aus den Kommunalen Eingliederungsleistungen
finanziert und ist für eine nachhaltige Stabilisierung der Teilnehmenden
maßgeblich und unerlässlich.
„Inzwischen ist der Mann sozialversicherungspflichtig angestellt und arbeitet
zur vollsten Zufriedenheit seines Arbeitgebers, für den es überhaupt kein
Problem ist, dass der Monteur zwei Mal täglich sein Substitutionsmittel
einnehmen muss“, sagt Zweiradwerkstatt-Gewerkleiter Bernhard Götz. „Wir
alle freuen uns sehr über diese Entwicklung. Viele unserer Teilnehmer/innen
glauben zu Beginn nicht, dass sie es tatsächlich schaffen können. Das
macht allen Mut, die eigene Sache anzugehen.“
Pressekontakt:
Jobcenter Köln
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Pohligstr. 3
50969 Köln
Tel.: (0221) 94 29 – 83 56
Fax: (0221) 94 29 – 82 02
[email protected]
jobcenter-ge.de
www.jobcenterkoeln.de
Zu den kommunalen Eingliederungsleistungen
zählen Kinderbetreuung,
Schuldnerberatung, psychosoziale Betreuung und Suchtberatung. Zur Erfüllung
dieser wichtigen Handlungsfelder kommunaler Aufgabenwahrnehmung stellt die
Stadt Köln dem Jobcenter Köln jährlich die finanziellen Ressourcen für die operative
Umsetzung zur Verfügung. 2013 wurden in Köln 13.718 Menschen mit kommunalen
Eingliederungsleistungen unterstützt, das sind rund 17% aller erwerbsfähigen
Hilfebedürftigen.
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