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Gottesdienste als
Entdeckungsreise
Eine Initiative der Evangelischen Kirche
Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Newsletter 63
Dezember 2014
Liebe Freunde
der Gottesdienste als Entdeckungsreise,
Von wegen Friede auf Erden! Das klappt doch nie …
Ein schlimmes Jahr geht seinem Ende entgegen, wenn
man auf die internationalen Konflikt blickt: Ukraine, Irak,
Syrien … – internationale Konflikte, deren Ende nicht
erkennbar ist. Millionen von Flüchtlingen weltweit suchen
eine neue Heimat. Sie bewegen sich und auch uns in
Europa. Die Religionsfreiheit hat 2014 eher abgenommen: Christenverfolgung hat eine lange nicht gekanntes
Ausmaß und eine schreckliche Dramatik angenommen.
Angesichts dieser Entwicklung scheint die Weihnachtsbotschaft „Frieden auf Erden“, die die Engel der Weihnachtsbotschaft verkünden doch reichlich weltfremd –
oder naiv. „Friede auf Erden“, ja wo denn?
Dieser Friede, war und ist in der Tat kein „Weltfriede“.
Schon Maria und Josef mussten mit Jesus bald nach
seiner Geburt nach Ägypten fliehen. Der Kindermord des
Herodes ist schon damals ein Hinweis darauf, dass selbst
in der Weihnachtszeit Brutalität herrschte und dass der
Friede anders ansetzt und sich auswirkt, als wir es vielleicht erwarten. Nur wie? Von uns aus schaffen wir es
jedenfalls nicht, Friede zu „machen“ und zu halten. Das
ist offensichtlich. Er kommt auch nicht einfach über uns,
dieser Friede, „der höher ist als alle unsere Vernunft“.
Allerdings ist die Sehnsucht danach um Gottes Willen (!)
wohl berechtigt, und der Wunsch nach einer Welt ohne
Krieg ist nicht ohne Grund unauslöschlich in uns eingebrannt. Wir können den Frieden nicht machen, nicht festhalten – aber umso mehr
können wir uns nach ihm ausstrecken. Wir können ihn trotz allem sogar erfahren!
Was also kommt von Gott her mit Jesus an Frieden in diese Welt? Und wie und wann
setzt er sich durch, wird er Wirklichkeit? „… das klappt doch nie“?
Advent – da kommt was auf uns zu! Von Gott und doch nicht an uns vorbei. In eine
Welt, die ist, wie sie ist – und sie doch nicht lässt, wie sie ist. Wo Gott mit seinem
Frieden bei uns ankommt, bleiben wir nicht, wie wir sind – bleibt auch die Welt nicht,
wie sie ist! Über uns und diesen Frieden Gottes werde ich im nächsten Gottesdienst
als Entdeckungsreise am Sonntag, dem 21. Dezember um 18 Uhr in der KaiserWilhelm-Gedächtniskirche sprechen. Die Musik machen Jens Peter Erichsen
und ich. Sie sind wie immer herzlich willkommen, gemeinsam mit Ihren Freunden,
Bekannten, Verwandten, Nachbarn, Kollegen, kurz: mit den Menschen, die Ihnen am
Herzen liegen.
Abschied und Dank
Mit diesem Gottesdienst am 4. Advent verabschieden wir uns vom Projekt der
Gottesdienste als Entdeckungsreise. Es begann fast unglaublich im Jahr 2006 und
findet nach mehr als acht Jahren einen Abschluss.
Wolfgang Huber, damaliger Bischof der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburgschlesische Oberlausitz, hatte damals einen klaren Blick für die Notwendigkeit eines
besonderen missionarischen Angebots in der Mitte Berlins. Und er fragte Pfarrer Ulrich
Parzany, einen der profiliertesten Evangelisten unserer Tage, ob er sich in Berlin ein
solches Projekt für sich vorstellen könnte. Der fand gemeinsam mit den Missionarischen Diensten, zu denen auch das FOYER an der Gedächtniskirche gehört, schnell ein
Team von wenigen Haupt- und vielen Ehrenamtlichen, das die Arbeit systematisch
und kontinuierlich begleitete – im Wesentlichen bis heute.
Ich schaffe es nicht, an dieser Stelle allen Beteiligten der letzten Jahre namentlich zu
danken. Aber einige nenne ich hier stellvertretend:
Predigten: Erzählen von Gottes Liebe
Zu allererst natürlich Ulrich Parzany, der mit seiner Frau Regine in den ersten drei
Jahren Monat für Monat nach Berlin gekommen ist und die Gottesdienste als
Entdeckungsreise wie auch am Freitagabend das Bibelforum in der Kapelle der
Gedächtniskirche gestaltet hat. Danach haben er wie auch Stadtmissionsdirektor
Hans-Georg Filker und wie dessen Frau Claudia Filker zwei Mal im Jahr in den
Gottesdiensten als Entdeckungsreise gepredigt. Die verbleibenden sechs Predigten im
Jahr habe ich übernommen.
Musik: die andere Verkündigung
Etwas Besonderes war immer die Musik, von leidenschaftlichen Könnern ihres Fachs
gestaltet. Hier seien zuerst Henning Rietz und die Musikgruppe UmGottesWillen
genannt, die die ersten Jahre so gut jedes Mal die Musik gestaltet haben. In den
letzten fünf Jahren machten für uns und zur Ehre Gottes die Musik: Martin Pepper und
seine Tochter Jennifer, Sarah Kaiser, Carolin Reifenberg und Martin Müller, Uwe
Steinmetz und seine Frau Lauren, Helmut Höft, die Chöre Sounds of Joy, Joyful Noise
und das Kenia Musikprojekt. Viele andere wären auch zu nennen.
Interviews: Gespräche über Leben und Glauben
Wir hatten viele Gesprächspartner, die in den Interviews der Gottesdienste von ihrem
Glauben und Alltag berichteten und von der Art, wie Gott darin wirkt. Anneke Pilgrim
führte viele dieser Interviews, nach ihr machten das Lea Baumann und Johannes
Freymann. Interviews mit Bischöfen und anderen kirchlichen Würdenträgern, mit
Menschen aus Politik und Wirtschaft, Geschäftsleuten, aber auch mit ehemaligen
Obdachlosen und mit Mitarbeitern/innen sozialer Einrichtungen, mit Jungen und Alten,
mit gesunden und geheilten, behinderten und kranken Menschen, rund um Gelingen
und Scheitern im Leben – und was der christliche Glaube in all dem für sie bedeutet.
Fleißige Helfer mit Leidenschaft und Treue
Für Begrüßung am Eingang, Auf- und Abbau und für die Seelsorgegespräche hatten
wir Teams, ohne die die Arbeit nicht hätte getan werden können. Es gab bis vor
kurzem eine Übersetzung im Gottesdienst vom Deutschen ins Englische. Dazu hat Joe
Hartung jahrelang Monat für Monat Übersetzer gefunden bzw. selber übersetzt. Dafür
hat Frank Ponath Gottesdienst für Gottesdienst Headsets an interessierte Besucherinnen und Besucher verteilt.
Schauspieler haben Lesungen aus der Bibel gelesen, Theater oder Pantomime
gespielt. Andere Mitarbeiter haben sich um die Technik gekümmert. Frau Eberle hat
den Büchertisch viele Jahre liebevoll thematisch gestaltet. Den monatlichen Newsletter
entwarfen Hartmut Spiesecke und ich.
… und und und.
Mit den Musikern zusammen sind das weit über 50 Leute (die Chorsängerinnen und
-sänger kommen noch dazu!), die regelmäßig oder ab und an zum Gelingen der
Gottesdienstreihe beigetragen haben, einige von ihnen über die gesamten 8 ½ Jahre!
Sie kamen aus ganz unterschiedlichen Gemeinden Berlins, vor allem aus der
Evangelischen Landeskirche sowie der Berliner Stadtmission, aber auch aus
landeskirchlichen Gemeinschaften, aus dem CVJM und aus unterschiedlichen
Freikirchen.
Besonders danke ich Frau Neuenburg, unserer Sekretärin, für alle Dienste, die sie für
dieses und andere Projekte geleistet hat!
Dank der Kirchengemeinde
Der Kirchengemeinde der Kaiser-WilhelmGedächtniskirche danke ich für die Gastfreundschaft und Unterstützung in all den
Jahren und dafür, dass wir auch gelegentliche Schwierigkeiten geschwisterlich gemeistert haben. Ein ganz besonderer Dank
geht an dieser Stelle an Edda Bahnemann
und Helmut Hoeft, beide im Gemeindekirchenrat und beide Mitarbeitende der
Gottesdienste als Entdeckungsreise.
Ihr und Sie
Und last, but not least: Die Gottesdienste als Entdeckungsreise wären kärglich
geblieben ohne Sie: Sie sind gekommen, haben Bekannte eingeladen und
mitgebracht, haben anderen vom Gottesdienst erzählt und neugierig gemacht, hatten
Interesse und haben uns freundlich begleitet.
Gott gebraucht Menschen wie Sie, damit seine Liebe zu uns weitererzählt und
weitergetragen wird. Gott sei Dank für Sie und die vielfältigen Begegnungen,
punktuell oder über weite Strecken!
Es geht weiter – anders
Die Gottesdienste als Entdeckungsreise enden in diesem Monat.
Das FOYER an der Gedächtniskirche stellt seine Arbeit nach 51 Jahren ein.
Die Missionarischen Dienste der EKBO beenden ihre Arbeit Ende März 2015.
Doch Gottes Geschichte mit uns Menschen geht weiter.
Die Mitarbeitenden sind künftig woanders aktiv.
Das ist das Schönste am Ende eines solchen Projekts: Gott wird uns an anderer Stelle
berufen und gebrauchen.
Ich selbst gehe als Gemeindepfarrer in die Genezareth-Kirchengemeinde in Erkner.
Die Gottesdienste als Entdeckungsreise haben auch mich selbst viel erleben, erfahren
und entdecken lassen – für mein Leben, für meinen Glauben, für meinen Dienst und
Beruf. Dankbar blicke ich deshalb auf die fast neun Jahre zurück!
Gott segne Sie und lasse Sie das tun, was er segnen möchte!
Zunächst aber freuen uns auf Sie
und Ihre Gäste beim letzten
Gottesdienst als Entdeckungsreise
am 21. Dezember um 18 Uhr.
Also, bis zum 4. Advent!
Ihr Pfarrer Carsten Schwarz
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