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Волшебный занавес», посвященного 200 летию со дня рождения;pdf

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13. Jahrgang · Nummer 15
25. Oktober 2014
www.verdi-news.de
ver.dI vereInte
dIenstleIstungsgewerkschaft
InformatIonen für aktIve
A 58247
Mehr investieren
kur z vor erscheinen
konjunktur – Ohne Neuverschuldung kaum Spielräume für notwendige Investitionen
Bundesfinanzminister Wolfgang
Schäuble, CDU, ist eifriger Verfechter
der so genannten schwarzen Null.
Das bedeutet einen ausgeglichenen
Bundeshaushalt, und den hat er im
September dem Bundestag für das
Jahr 2015 vorgelegt. Damit nimmt
der Bund zur Finanzierung seiner
Ausgaben für das kommenden Jahr
keine neuen Schulden auf – und das,
bevor er ab 2016 durch die im Jahre
2009 eingeführte Schuldenbremse
sich selbst dazu verpflichtet hat.
Doch jetzt regt sich erstaunlich
breiter Widerstand gegen die
schwarze Null. Der Präsident des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher,
nennt sie „ein fatales Signal für Europa“. Der Konjunkturchef des DIW,
Ferdinand Fichtner, hält einen ausgeglichenen Haushalt aus ökonomischer Sicht für „zur Zeit nicht
angebracht“. Aber auch andere
Wirtschaftsforschungsinstitute ermuntern die Bundesregierung zu
schuldenfinanzierten Investitionen
in die Infrastruktur.
Dem schließt sich sogar die Chefin
des Internationalen Währungsfonds,
Christine Lagarde, an. „Das kann
guter Weg sein, um kurzfristig
das Wachstum zu unterstützen“,
sagte sie mit Blick auf die Bundesregierung. Denn insbesondere von
Deutschland fordert sie mehr Investitionen. Damit könne das Land
auch einen Beitrag dazu leisten,
den negativen Prognosen zur Entwicklung der Konjunktur in der Euro-Zone etwas entgegenzusetzen,
ver.di und andere Gewerkschaften
fordern schon seit Langem mehr öffentliche Investitionen. Die belegen
nichtnurdieWirtschaft,Deutschland
schiebt einen großen Investitionsstau vor sich her. Die öffentliche Infrastruktur ist marode. Das Versprechen, nachfolgenden Generationen
keine weiteren Schulden zu vererben, ist verbunden damit, dass diese
Generationen lange vernachlässigte
Straßen, Schulen etc. übernehmen
müssen. Die Forscher des Instituts
für Makroökonomie und Konjunk-
ebola
Pflegekräfte
unterstützen
Verfehlte Gesundheitspolitik gefährdet
medizinisches
Personal
seite 2
verkauf
Sozialen
Schutz
gefordert
Kaiser’s/Tengelmann will
450 Filialen
verkaufen
seite 4
studie
Reichtum
verfestigt sich
Wachsende
Polarisierung
kann sozialen
Frieden gefährden
seite 3
ohne die EU-Defizitvorschriften zu
verletzen. Doch Schäuble lehnt Konjunkturmaßnahmen, die über neue
Schulden finanziert werden, weiterhin strikt ab.
großer investitionsstau
in deutschland
logistik
Kein Leben,
eher Tortur
Klagen über
Arbeitsbedingungen der
Branche
seite 5
turforschung (IMK) der gewerkschaftsnahenHans-Böckler-Stiftung
fordern, in Deutschland die öffentlichen Investitionen schnell zu stärken. Damit ließen sich zwei Ziele
erreichen: Über die Erneuerung der
Infrastruktur kann längerfristiges
Wachstum gesichert werden. Zugleich stimuliere die erhöhte Nachfrage die Konjunktur in Deutschland
und im Euro-Raum. Das könne dazu
beitragen, die hartnäckigen Wachstumsschwächen in vielen Ländern
der Währungsunion zu überwinden.
Auch die Binnenkonjunktur müsse
angekurbelt werden, über gute Tarifabschlüsse, aber auch über den
gesetzlichen Mindestlohn, der Anfang kommenden Jahres in Kraft
treten soll.
Heike Langenberg
Kommentar Seite 3
petition
50 000 Unterschriften
ver.di kämpft
für gute Arbeitsbedingungen bei Telekom-Töchtern
seite 7
filmtipp
Glückauf
in London
Pride erzählt
vom britischen
Kohlekumpelstreik 1984
seite 8
... dieser Ausgabe hat
ver.di die Beschäftigten
beim Versandhändler
Amazon in Leipzig erneut zum Streik aufgerufen. Die Spätschicht am
18. Oktober, einem
Samstag, ging diesmal in
den Ausstand und hat
mit diesem Termin ein
Zeichen gesetzt. Denn
gerade die Arbeit an den
Wochenenden sowie in
den Abend- oder Nachtstunden ist besonders
belastend. Und für diese
Arbeit zu ungünstigen
Zeiten sind tarifliche Regelungen besonders notwendig. Sie müssen dafür sorgen, dass ein
Ausgleich für diese Zusatzbelastung erfolgt,
aber auch dafür, dass
einzelne Beschäftigte
nicht zu häufig für diese
Arbeit zu ungewöhnlichen Zeiten eingesetzt
werden. Für ihren Tarifvertrag haben die Beschäftigten erneut gestreikt – und gezeigt,
dass sie für ihre Arbeit
den nötigen Respekt immer noch vermissen.
hla
Fremd
„Wir haben hier eine
Kultur, die wir als
fremd ansehen.“
Der ver.di-Vorsitzende
Frank Bsirske bezeichnet laut „Wall Street
Journal“ das AmazonVerständnis von Mitbestimmung als einseitig
und willkürlich
2
p o l i t i s c h e s p a r k e t t
ver.di news 15 · 25. Oktober 2014 ·····················································································································································
b u c h t i p p
Nachdenken
über Deutschland
(hla) Auf der Internetseite www.nachdenkseiten.de findet tagesaktuell eine kritische
Auseinandersetzung mit
der alltäglichen Politik
statt. Einmal im Jahr
gibt es die Nachdenkseiten auch in gedruckter Fassung, als Jahrbuch, das sich mit den
großen Linien auseinandersetzt. Da geht es
diesmal unter anderem
um Hochschulen, um
Zahlen, mit denen Meinung gemacht wird, um
die Rückkehr des OstWest-Konflikts und die
an sich gute Idee Europa, die von einem
„Brüsseler Laientheater“
in den Sand gesetzt wird.
„Mit dem Wissen wächst
der Zweifel“ steht auf
dem Buchcover, und
diese Aussage bewahrheitet sich wieder, wenn
man die Aufsätze gelesen hat. Das Vorwort
hat in diesem Jahr der
ver.di-Vorsitzende Frank
Bsirske geschrieben.
Unter der Überschrift
Arbeit 4.0 ruft er das
Jahr 2015 zu einem Jahr
des Aufbruchs und des
Umbruchs für die Gewerkschaften aus –
denn auch für die Gewerkschaften sei es von
existenzieller Bedeutung,
sich mit den Anforderungen der digitalen Arbeitswelt auseinanderzusetzen.
albrecht müller, wolfgang lIeb: nachdenken
über deutschland.
das krItIsche Jahrbuch
2014/2015, westendverlag, frankfurt/maIn,
211 seIten, 14,99 euro,
Isbn 978-3864890758
Pflegekräfte unterstützen
ebola – Verfehlte Gesundheitspolitik gefährdet das medizinische Personal und die Patienten
Der Europäische Gewerkschaftsverband für den Öffentlichen Dienst
(EGÖD) hat am 20. Oktober erneut
zur Unterstützung des medizinisches
Personals aufgerufen, das seit Wochen versucht, die Verbreitung von
Ebola in Westafrika zu stoppen. 416
Helfer haben sich bisher selbst infiziert, 233 sind bereits am EbolaVirus gestorben, der schon knapp
5000 Menschen das Leben gekostet
hat. Ungefähr die Hälfte der Pflegekräfte waren Mitglieder westafrikanischer Gewerkschaften. Ihr Tod
wäre vermeidbar gewesen, hätten
sie die richtige Schutzausstattung
zur Behandlung infizierter Patienten
gehabt. Doch Schutzanzüge, Gummistiefel, Desinfektionsschleusen
und -mittel fehlen immer noch vielerorts.
Jan Willem Goudriaan, derzeitiger
Generalsekretär des EGÖD, stellt
angesichts der Mängel fest: „Diese
Helden, die gegen Ebola kämpfen
und ihre Leben riskieren, erhalten
nicht die Anerkennung, die sie verdienen. Es ist ein Skandal, dass ihre
Einkommen in vielen Ländern eingefroren sind, während wir es verfehlen, die Steuern für die Reichen
zu erhöhen.“ Goudriaan bezieht sich
bewusst auch auf die Gesundheitssysteme in Europa, gerade die Einsparungen in Spanien hätten gezeigt,
wie schnell sich auch außerhalb
Afrikas Krankenpfleger/innen anstecken können, wenn auf Kosten
des Gesundheitsschutzes gespart
wird. „Unvorbereitet zu sein, auf
das, was eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit werden kann, ist
die Folge einer Politik, die den öffentlichen Dienst zunehmend aushöhlt“, so Goudriaan.
Die Public Services International
(PSI), die internationale Schwesterorganisation des EGÖD, warnt seit
Ausbruch des Ebola-Virus auch vor
der unhaltbaren Gesundheitspolitik
in West-Afrika. Die afrikanischen
Gesundheitskräftearbeitetentäglich
mit fehlender Ausstattung und fehlendem Personal. Letzteres ist ein
weiterer entscheidender Punkt, warum der Virus sich weiter ausbreiten
kann.
Die PSI ruft dringend zu Spenden
auf: Banque Coop, CP 3828, CH-1211
Geneva 3, Switzerland, IBAN CH72
0844 0298 6303 1069 0, Swift Code:
COOPCHBB
Gegen Rassismus im Bewachungsgewerbe
resolution – Aufstockung der Budgets für genügend Personal
Kochverbote am Abend während
des Ramadans, geschlagene und
verletzte Flüchtlinge und das Posen
nach Art der Militärs in Guantanamo
– das ist nur ein kleiner Ausschnitt
von Vorwürfen, die den Sicherheitsdiensten in Flüchtlingsheimen
vorgeworfen werden. Die Tarifkommissionsmitglieder Sicherheitsdienstleistungen der ver.di-Landesbezirke NRW, Baden-Württemberg,
Hamburg und Niedersachsen-Bremen haben Mitte Oktober eine Re-
solution gegen Rassismus im Bewachungsgewerbe beschlossen.
Darin formulieren sie klare Forderungen der Beschäftigten an die
Verantwortlichen in den Unternehmen und der Politik. Aus ihrer Sicht
braucht man Ombudsleute, interne
funktionierende Frühwarnsysteme
und vor allem eine Aufstockung der
Budgets für eine ausreichende Personalbemessung. Klar ist für sie
auch, dass es in der Branche keinen
Platz für menschenverachtenden
Rassismus geben könne. „Der Staat
zieht sich zurück und überlässt das
Feld den billigsten Anbietern“, heißt
es in der Resolution.
Dieses Sparen von Städten und
Gemeinden hätte fragwürdige Konsequenzen für die Unterbringung
von Flüchtlingen. So komme es dazu,
dass die Mitarbeiter/innen von Sicherheitsfirmen die Verantwortung
von Zuständen übernehmen sollen,
die sie nicht zu verantworten hätten.
Personalkosten voll anrechenbar
pflege – Entwurf zum Pflegestärkungsgesetz geändert
(red.) Pflegeeinrichtungen können
künftig ihre tariflichen Personalkosten in vollem Umfang bei den Pflegesatzverhandlungen geltend machen. Das sieht ein Änderungsantrag
zum Pflegestärkungsgesetz vor. Eingebracht wurde er von den Koalitionsfraktionen auf Initiative der
SPD in den Gesundheitsausschuss
des Deutschen Bundestags. Diese
Neuregelung hat ver.di seit vielen
Jahren gefordert. „Das ist ein guter
Tag für alle tariftreuen Einrichtungen.
Jetzt gibt es keinen Grund mehr, den
Beschäftigten einen Tarifvertrag mit
einer fairen Vergütung vorzuenthalten“,sagteSylviaBühler,zuständiges
Mitglied im ver.di-Bundesvorstand.
Die Gesetzesänderung kam aufgrund der Anhörung im Gesundheitsausschuss zustande. Dort hatte
ver.di gefordert, den Wettbewerb
zwischen den Einrichtungsträgern
um möglichst niedrige Personalkosten zu beenden. Pflegearbeit
müsse entsprechend ihrer Verantwortung besser bezahlt werden.
ver.di hoffe, dass im Interesse der
Beschäftigten die tarifliche VergütungbeiPflegedienstenund-heimen
mit dieser gesetzlichen Klarstellung
deutlich zunehmen werde, erklärte
Bühler. Bisher liege der Verdienst
in Einrichtungen mit Tarifvertrag
etwa um 20 Prozent über dem bei
nicht tarifgebundenen Arbeitgebern
in der Pflege. Die Neuregelung sieht
vor, dass die Träger künftig nachweisen müssen, das Geld tatsächlich
für Personalkosten ausgegeben zu
haben. Wer einen Tarifvertrag abgeschlossen hat, erbringt dadurch
den Nachweis. Damit wird gewährleistet, dass das Geld bei den Beschäftigten ankommt.
p o l i t i s c h e s p a r k e t t
··········································································································· ver.di news 15 · 25. Oktober 2014
Reichtum verfestigt sich
3
studie – Wachsende Polarisierung kann den sozialen Frieden gefährden
(hla) Die Schere klafft immer weiter
auseinander. Dieses Bild ist mittlerweile abgegriffen. Aber eine neue
Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI)
der Hans-Böckler-Stiftung, die sich
mit der Entwicklung des Reichtums
in Deutschland beschäftigt hat, bestätigt diese Floskel erneut. In den
vergangenen zwei Jahrzehnten hat
der private Reichtum ebenso zugenommen wie die Armut in Deutschland. Vor allem die Einkommen der
sehr Reichen hätten seit Beginn der
1990er Jahre stärker zugelegt als im
Durchschnitt der Bevölkerung, heißt
es in einer Presseerklärung zu der
Studie. Daran habe auch die Wirtschafts- und Finanzkrise nichts geändert.
„Diese Verfestigung des Einkommensgefüges führt dazu, dass sich
das Risiko, aus der gehobenen sozialen Lage in die Mitte der Gesellschaft abzusteigen, für die Reichen
und sehr Reichen zunehmend verringert“, schreiben Dorothee Spannagel und Sven Broschinski in der
Ausgabe 17 des WSI-Reports. Als
reich gilt dabei ein Einpersonenhaushalt, der 2011 über ein Jahresnettoeinkommenvonmehrals35 616
Euro verfügt, als sehr reich, wenn
dieses Einkommen über 53 424 Euro
pro Jahr liegt. Diese Summen richten
sich nach dem Medianeinkommen
in Deutschland. Beide räumen jedoch ein, dass die Einkommen von
Millionären und Milliardären nur
schwer zu erfassen seien, deswegen
analysiere ihre Studie eher „den unteren Bereich des Reichtums in
Deutschland“. Überwiegend stammen die Einnahmen aus Erwerbs-
einkommen, 2011 waren es bei den
sehr Reichen und bei den Reichen
dierk hirschel leItet
rund 70 bzw. 74 Prozent. Allerdings
den bereIch
kommt dem Kapitaleinkommen eine
wIrtschaftspolItIk
wachsende Bedeutung zu.
beIm ver.dI-bundes„Die Zusammensetzung des Hausvorstand
halts hingegen beeinflusst die Wahrscheinlichkeit, reich oder sehr reich
zu sein, deutlich“, stellen Spannagel k o m m e n t a r
und Broschinski fest. Die Mehrheit
der Reichen lebt in einem Haushalt
Besseres Wetter
ohne Kinder. Der Bildungsabschluss
Besserverdiener/innen
Am Konjunkturhimmel
dieser Personen ist meist hoch, gebauen ihre Stellung aus
ziehen dunkle Wolken
arbeitet wird überwiegend in Vollauf. Die Wirtschaftsexzeit.
Von allen Haushalten in
perten und die Bundes„Die zunehmende Konzentration
Deutschland waren …
regierung blicken pessider Einkommen und Vermögen am
8,1 % Reich mit mindestens dem
mistischer in die Zukunft.
oberen Ende ist die zentrale Ursache
doppelten des mittleren
verfügbaren Einkommens
Dieses Jahr soll die Wirtfür die steigende Einkommensschaft um nur noch 1,3
ungleichheit in Deutschland“, sagen
Prozent wachsen. Für
die WSI-Verteilungsexpertin und
5,6 %
nächstes Jahr sieht es
der Wissenschaftler der Uni Oldennicht wesentlich besser
burg. Diese wachsende Polarisieaus. Ursächlich für das
rung könne den sozialen Frieden
magere Wachstum ist
und den sozialen Zusammenhalt in
die schwache Binnender Gesellschaft nachhaltig gefährnachfrage. Die Unterden.
nehmen investieren zu
dorothee spannagel, sven bro1,9 % darunter:
wenig. Die Verbraucher
schInskI: Reichtum in Deutschsehr reich mit mindestens
kaufen nicht genug.
land
wächst
weiter,
wsI-report
dem Dreifachen davon
0,9 %
Schäubles „schwarze
17, september 2014. der berIcht
Null“ sorgt dafür, dass
kann heruntergeladen werden
1991
2011
der Staat keine Impulse
unter www.boeckler.de/pdf/p_wsI
setzen kann. Wenn dann
_report_17_2014.pdf
QUELLE: SPANNAGEL 2014, HANS-BÖCKLER-STIFTUNG
auch noch der Exportmotor ausfällt, geht es
mit der Konjunktur bergab. Doch es gibt auch
eine gute Nachricht: Wir
haben
es selbst in der
bafög – DGB fordert, für 2016 geplante Reform vorzuziehen
Hand, das Blatt zu wen(pm) Zum Start des Wintersemesters Vorsitzende Elke Hannack dafür aus, letzte Erhöhung sechs Jahre zurück.
den. Durch höhere Löhfordert der DGB größere Anstren- die Einkommensfreibeträge und Be- Im Vergleich zum Vorjahr ist die
ne und mehr öffentliche
gungen für eine verbesserte Ausbil- darfssätze so schnell wie möglich Zahl der BAföG-Empfänger/innen
Investitionen kann die
dungsförderung. Angesichts sinken- zu erhöhen.
Binnennachfrage kräftig
um 2,1 Prozent gesunken, bei den
Das ist bisher aber erst ab Oktober geförderten Schüler/innen beträgt
angekurbelt werden. Dader Zahlen von BAföG-Geförderten
für brauchen wir gute
sprach sich die stellvertretende DGB- 2016 vorgesehen. Dann liegt die der Rückgang sogar fünf Prozent.
Tarifabschlüsse. Der Mindestlohn gibt uns zusätzlichen Schwung. Und
wenn Bundeskanzlerin
Angela
Merkel, CDU, und
vermessung – Staat braucht hochwertige Geodateninfrastruktur
Wirtschaftsminister Sig(pm) ver.di hat ihre Forderung nach Verwaltung als auch für Nutzer aus sagte ver.di-Bundesvorstandsmitmar Gabriel, SPD, endlich kräftig in Bildung,
mehr Investitionen in die öffentliche der Wirtschaft oder dem privaten glied Achim Meerkamp anlässlich
Gesundheit, Verkehr und
Vermessungsverwaltung von Bund, Bereich.
der Fachmesse Intergeo Mitte Okt„Dieser Anspruch an die öffentli- ober in Berlin. Um die für den moEnergiewende investieLändern und Kommunen bekräftigt.
ren, dann bessern sich
Als technisch besonders innovative chen Geodaten ist nur zu erfüllen, dernen Staat unverzichtbare hochauch die WettervorherBereichederöffentlichenVerwaltung wenn die notwendigen Mittel zur wertige Geodateninfrastruktur
sagen für die Konjunktur.
schafften sie eine sichere Daten- Verfügung stehen, um in gut aus- dauerhaft zu sichern, müsse jetzt
grundlage sowohl für die öffentliche gebildete Fachleute zu investieren“, entschiedengegengesteuertwerden.
Förderquoten sinken
ver.di fordert mehr Investitionen
4
t a r i f & b e t r i e b
ver.di news 15 · 25. Oktober 2014 ·····················································································································································
b u c h t i p p
„Das ist ein Geben
und Nehmen“
(hla) Was ist Betriebsklima? Wer Beschäftigte
fragt, bekommt meist
Antworten, mit denen
das Miteinander im Betrieb gemeint ist. Es geht
um das Zwischenmenschliche, das Gespräch in der Teeküche,
den Austausch nicht nur
über betriebliche Themen. Es ist häufig das
Betriebsklima, das den
Arbeitsalltag ein Stück
angenehmer macht, für
das man auch mal zu einer Überstunde bereit ist
oder das einen motiviert
an die Arbeit gehen lässt.
Klaus Kock und Edelgard
Kutzner sehen es als einen Pol in der Ergänzung von Geben und
Nehmen im betrieblichen Alltag. Sie haben
in Unternehmen und im
öffentlichen Dienst untersucht, was als ausgewogen empfunden wird
und wie vielfältig die
Facetten des Betriebsklimas sind. „Das Phänomen des Betriebsklimas
ist unberechenbar“, ist
ihr Fazit. Sie haben festgestellt, dass die Beschreibungen durch Betriebsangehörige viel
über die Lebenswelt Betrieb aussagen.
klaus kock, edelgard
kutzner: „das ist ein
geben und nehmen“.
eIne empIrIsche untersuchung über betrIebsklIma, rezIprozItät und
gute arbeIt, edItIon
sIgma, berlIn, 343 seIten,
24,90 euro,
Isbn 978-3836087629
Umfassenden sozialen Schutz gefordert
kaiser’s/tengelmann – 450 Filialen sollen an Edeka verkau werden
(pm/red.) Die Unternehmensgruppe senden Schutz der Beschäftigten. den“, sagte Nutzenberger. Sie forTengelmann hat angekündigt, ihre ver.di-BundesvorstandsmitgliedSte- derte den Erhalt aller Arbeitsplätze,
Supermarktkette Kaiser’s/Tengel- fanie Nutzenberger wies darauf hin, der Tarifbindung und der sozialen
mann zum 30. Juni 2015 an Edeka dass Edeka einen Großteil der Fili- Standards. Außerdem müssten die
verkaufen zu wollen. Betroffen sind alen an selbstständige Kaufleute Mitbestimmungsstrukturen auch
16 000 Beschäftigte in mehr als 450 ausgegliedert hat bzw. dass diese nach dem Verkauf an Edeka erhalten
Filialen, schwerpunktmäßig in Nord- direkt in dieser Betriebsform ge- bleiben. Sie wies darauf hin, dass
rhein-Westfalen, Berlin und Bayern. gründet werden. Das hat zur Folge, die Beschäftigten von Kaiser’s/TenNach Angaben der „Wirtschaftswo- dass tausende Beschäftigte weder gelmann in den vergangenen drei
che“ sind die Verträge bereits un- den Schutz von existenzsichernden Jahren bereits ihren Beitrag zur Saterschrieben, allerdings habe das Tariflöhnen noch einen Betriebsrat nierung der Kette geleistet hätten,
Bundeskartellamt angekündigt, den haben.
indem sie jeweils auf die Hälfte
Verkauf genau zu prüfen.
„Dieses Edeka-Muster darf auf ihrerJahressonderzahlungverzichtet
ver.di fordert – sollte der Verkauf keinen Fall auf die Filialen von Kai- hätten, um finanziellen Spielraum
zustande kommen – einen umfas- ser’s/Tengelmann übertragen wer- für eine Sanierung zu schaffen.
Als ver.di-Mitglied klar im Vorteil
stute logistics – Tarifregelungen an Mitgliedscha gebunden
(pm) ver.di hat mit dem bundesweit
tätigen Kontraktlogistiker Stute Logistics eine weitere Tarifregelung
vereinbart. Neben 150 Euro monatlicher Tariferhöhung erhalten ver.diMitglieder zusätzlich für die Monate
September bis November 2014 insgesamt 300 Euro und im Dezember
2014 einen Einmalbetrag von 1300
Euro. Auszubildende erhalten einen
Einmalbetrag von bis zu 500 Euro.
„ver.di ist und bleibt die tarifzuständige Gewerkschaft bei Stute und in
der Kontraktlogistik“, sagte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis. Bereits 2013 hatte ver.di
eine umfassende Tarifbindung des
bis dahin tariflosen Unternehmens
Stute Logistics durchgesetzt.
Nachdem die IG Metall daraufhin
bei Stute Logistics eine weitere Tariferhöhung durchgesetzt hatte, hat
ver.di nun ihrerseits als für die Logistik zuständige Gewerkschaft die
eigenen Tarifregelungen erneut ergänzt. Die neuen ver.di-Regelungen
weichen von den zuletzt durch die
IG Metall bei Stute vereinbarten Tariferhöhungen ab.
„Mit diesen Tarifregelungen sind
ver.di-Mitglieder klar im Vorteil. Sie
partizipieren von einer dauerhaften
Entgelterhöhung und von einer hohen Einmalzahlung im Dezember“,
erklärte Kocsis. Welcher Tarifvertrag
bei Stute Logistics Anwendung findet, entscheiden nun die Gewerkschaftsmitglieder durch ihre Mitgliedschaft.
Streik-Stafette in Nordrhein-Westfalen
awo – ver.di will Zwei-Klassen-Gesellscha verhindern
(pm/hla) Am 28. Oktober wollen
ver.di und die AWO die Tarifverhandlungen für die rund 36 000
Beschäftigten des Wohlfahrtsverbandes in Nordrhein-Westfalen fortsetzen. Der Arbeitgeber sagt, die
Forderungen seien „weltfremd und
unrealistisch“. Mit ihnen will die
ver.di-Tarifkommission Anschluss an
die entsprechende Entlohnung nach
dem TVöD halten.
ver.di fordert die Erhöhung der
monatlichen Einkommen um einen
Sockelbetrag von 100 Euro zuzüglich
3,5 Prozent. Die Azubivergütungen
sollen ebenfalls um 100 Euro erhöht werden. Außerdem sollen die
BeschäftigteneinenTagmehrUrlaub
pro Jahr bekommen.
Anfang Oktober, kurz vor geplanten Warnstreiks, bekamen die Be-
schäftigten Post von ihrem Arbeitgeber. Ziel der Briefe sei es gewesen,
„Unfrieden in den Belegschaften“
zu stiften und „die Gewerkschaft
als egoistische Truppe, die ohne
Sinn und Verstand Tarifverhandlungen führt“, hinzustellen, heißt es
dazu in einer Pressemitteilung von
ver.di NRW. Für ver.di steht die nach
ihren Schätzungen rund 36000 Euro
teureBriefaktionineinemdeutlichen
Widerspruch zu Aussagen der AWO,
die ver.di-Forderungen seien unbezahlbar.
Vor den Verhandlungen Ende Oktober hat ver.di daher zu einer
Streik-Stafetteaufgerufen.VonMitte
Oktober an gibt es in jedem ver.diBezirk in NRW Aktionen bis hin zu
ganztägigenStreiksinEinrichtungen
der AWO: „Solange die Arbeitgeber
die Beschäftigten der AWO in NRW
deutlich schlechter stellen wollen
als vergleichbare Beschäftigte im
öffentlichen Sektor, wird es keine
Ruhe in NRW geben“, so der ver.diVerhandlungsführer Wolfgang Cremer.
verhandlungen
auch beim bundesverband
Auch für die Beschäftigten im AWOBundesverband verhandelt ver.di
derzeit. Hier fordert ver.di die Übernahme des Tarifabschlusses im öffentlichen Dienst. Außerdem soll
die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Entgeltordnung überprüft
werden. Die nächsten Verhandlungen sollen hier am 17. November
stattfinden.
t a r i f & b e t r i e b
··········································································································· ver.di news 15 · 25. Oktober 2014
Kein Leben, eher eine Tortur
5
logistik – Günter Wallraff und Betriebsräte klagen über Arbeitsbedingungen der Branche
(stg.) Die Arbeitsbedingungen beim
fahrenden Personal der Logistikbranche werden in vielen Betrieben
immer schlechter. Darüber klagten
am 6. und 7. Oktober die Teilnehmer
einer ver.di-Arbeitstagung von Logistik-Betriebsräten in Hannover.
Als Gastredner sprach der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff
von tagtäglichen Menschenrechtsverletzungen. Er hatte selber unerkannt als Paketbote gearbeitet und
hat noch immer Kontakt zur Branche.
Besonders drastisch sind die Zustände bei vielen Subunternehmern.
Wallraff berichtete von zwölf bis 14
Stunden Arbeit pro Tag ohne Pausen.
Ein Teil der Fahrer, so Wallraff weiter,
steige selber zu Subunternehmern
auf, verschulde sich dann aber und
werde durch Dumpingpreise der
Auftraggeber in die Insolvenz getrieben. Er berichtete von einem
Rumänen, der von einer Firma mit
falschen Versprechungen nach
Deutschland gelockt worden sei.
Dem Mann sei nicht klar gewesen,
dass er als Selbstständiger arbeiten
sollte, der allein das ganze Risiko
trage. Monatelang habe er ohne
Krankenversicherung gearbeitet. Im
Laufschritt wie bei einem Marathon
habe er Pakete ausgetragen.
Inzwischen seien das keine Einzelfälle mehr, sondern sie würden
von dem System der Subunternehmerschaft „geradezu provoziert“.
„Das ist kein Leben, das ist letztlich
eine Tortur“, sagte der Journalist
vor den insgesamt fast 130 Tagungsteilnehmern.
Thomas Sorg, Vorsitzender des
ver.di-Bundesfachgruppenvorstands
Logistik, bestätigte, dass viele BeschäftigtebeiSubunternehmen„von
der Hand in den Mund leben“ müssten. Jürgen Wolf, Leiter des FachDie Bundesfachgruppe hat jetzt eine
bundesweite Umfrage zu den Arbeitsbedingungen gestartet:
www.verdi-logistik-mitarbeiterzufrie
denheit.de
Weitere Einschnitte befürchtet
bereichs Postdienste, Speditionen
und Logistik im ver.di-Landesbezirk
jörg-peter malle Ist
Niedersachsen/Bremen, sagte: „Es
freIgestellter betrIebsgibt keinen vernünftigen Grund,
rat beI der deutschen
Top-Arbeitsleistungen mit Lohnpost ag In der brIefdumping zu honorieren.“
sparte für berlIn-nord
Bei einer Straßenaktion in der Innenstadt von Hannover brachten
die Betriebsräte eine 2,40 Meter i n t e r v i e w
hohe „Dumpingmauer“ aus Pappwürfeln zum Einsturz. Auf den KarMehr Kontrollen
tons stand zum Beispiel: „Wir alle
Wie sind die Arbeitsbezahlen’s ... wenn Löhne vom Staat
bedingungen in der
aufgestockt werden müssen.“ Nach
Logistikbranche?
den Worten von Mario Klepp, Leiter
Insgesamt eher schlecht.
der ver.di-Bundesfachgruppe SpeDie Post hat unsere Abditionen, Logistik, Kurier-, Expressteilung zu zwei Dritteln
und Paketdienste, wandte sich die
fremdvergeben, um die
Aktion auch gegen die „Geiz-istAusgaben zu drücken.
geil-Mentalität“. Der ruinöse WettWir arbeiten jetzt viel mit
bewerb werde „in unerträglicher
Dumpinglöhnern, vor alWeise auf dem Rücken vieler Belem aus Osteuropa. Die
schäftigter“ ausgetragen. Firmen,
sind tagelang in
die sich an bestehende Gesetze und
Deutschland unterwegs
Tarife halten, werden laut Klepp
und sehen ihre Familien
„durch Schmutzkonkurrenz gnadennur selten. Die Dumpinglos auskonkurriert“.
löhne setzen auch die
deutschen Spediteure
unter Druck.
telefonica – Erheblicher Stellenabbau nach der Fusion zweier Mobilfunkanbieter
Das Management der Telefónica
Deutschland will bis 2016 rund 1600
Stellen im Unternehmen abbauen.
Zum 1. Oktober hatte Telefónica (O2)
E-Plus übernommen. ver.di befürchtet weitere erhebliche Einschnitte
im Vertrieb und im Kundenservice
und warnt vor dem Verlust wichtiger
Kernkompetenzen beim nach Kunden größten deutschen Mobilfunkanbieter. Der geplante radikale Einschnitt beim Personal dürfte auf
Kosten der Beschäftigten und der
Dienstleistungsqualität gehen und
sei daher für ver.di nicht hinnehmbar.
„Gerade jetzt braucht es eine besonders intensive Kundenbetreuung,
um eine gute Servicequalität bieten
zu können“, sagt der zuständige
ver.di-Fachgruppenleiter Peter Praikow mit Blick auf die Fusion.
Tarifrunde für Länderbeschäftigte steht an
öffentlicher dienst – Kampagne zur Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe beschlossen
tarifrunde länder – (cvz) Auf
ihrer Klausurtagung am 16. und 17.
Oktober hat die Bundestarifkommission einstimmig die Kündigung
der Entgelttabellen für die Beschäftigten der Länder zum Jahresende
beschlossen. Bis 12. Dezember werden jetzt in den Betrieben und
Dienststellen die ver.di-Forderungen
für die Tarif- und Besoldungsrunde
2015 diskutiert. Danach wird die
Bundestarifkommission über die
Empfehlungen beraten und entscheiden, mit welchen Forderungen
ver.di im kommenden Jahr in die
Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) geht.
sozial und erziehungsdienst –
(cvz) Das ehrenamtliche Gremium
hat auf seiner Tagung ebenfalls einstimmig einer ver.di-Kampagne zur
Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe zugestimmt. Es geht
dabei um die Wertschätzung der Arbeit der Erzieherinnen und Erzieher,
Kinderpfleger/innen, Sozialassistent/innen, Sozialarbeiter/innen und
-pädagog/innen sowie der Beschäftigten im handwerklichen Erziehungsdienst, in der Behindertenhilfe,
der Heilpädagog/innen und aller
anderen Beschäftigten im Sozialund Erziehungsdienst. Die im Jahr
2009 mit der Vereinigung der kommunalenArbeitgeberverbände(VKA)
vereinbarten Eingruppierungsvorschriften für diesen Bereich waren
erstmalig zum 31. Dezember 2014
kündbar;dieBundestarifkommission
hat die Möglichkeit dieser Kündigung genutzt.
Was lässt sich dagegen unternehmen?
Ein Ansatz ist der gesetzliche Mindestlohn, der
aber noch zu gering ist.
Außerdem müsste es
mehr Kontrollen geben,
zum Beispiel bei den
Lenk- und Ruhezeiten.
Bei den eigenen PostFahrern sind mir da keine Verstöße bekannt,
aber bei den Servicepartnern höre ich öfter, dass
die Transporterfahrer, die
ihre Lenk- und Ruhezeiten nicht nachweisen
müssen, zwölf Stunden
am Tag unterwegs sind:
Morgens fahren sie Zeitungen, dann Briefkastenleerungen und
abends noch nach Hannover. Dann fünf Stunden Schlaf, und morgens
um fünf stehen sie wieder bei uns am Tor. Da
sollte die Post mehr in
die Verantwortung genommen werden.
6
r e c h t & r a t
ver.di news 15 · 25. Oktober 2014 ·····················································································································································
b u c h t i p p
Prekäre Arbeit unter
der juristischen Lupe
(hem) Der Titel sei „zugegeben etwas sperrig“,
räumen die Herausgeber/innen ein: „Unsichere Arbeits- und Lebensbedingungen in
Deutschland und Europa“
heißt das neue Jahrbuch
des Rechtsschutzes, konkret des gewerkschaftlichen Rechtsschutzes,
das jüngst bei Nomos
erschienen ist. Überwiegend Jurist/innen und
Rechtsschutzsekretär/innen, die abhängig Beschäftigte vor Gericht
vertreten, schildern und
analysieren, was aktuell
Sache ist in der Arbeitsund Sozialgerichtsbarkeit. „Die realistische
Analyse der gesellschaftlichen Dynamik entzieht
sich jeder Schönfärberei“,
schreiben sie eingangs,
was wohl so viel heißen
soll wie: Der brutale Turbokapitalismus unserer
Zeit fordert auch bei Gericht seinen Tribut. Es
geht um: Leiharbeit,
Befristung, Mini-Jobs,
Burnout, Arbeitslosigkeit.
„Die Autor/innen beleuchten konkrete Erscheinungsformen prekärer Beschäftigung,
zeigen
Fehlsteuerungen der
Gesetzgebung und
Rechtsprechung auf und
formulieren Entscheidungshilfen in konkreten
Streitfragen“, fasst der
Verlag den Inhalt des
Bandes zusammen.
buschmann / fraunhoffer / schIerle / vorbau
(hsg.): unsichere
arbeits- und lebensbedingungen in
deutschland und
europa, nomos-verlag,
baden-baden,
319 seIten, 39 euro,
Isbn 978-3848714544
a k t u e l l e u r t e i l e ·······················································································
konzern muss für seine firmen
einstehen – (bs) Ein Unternehmen
darf die – im Regelfall nach jeweils
drei Jahren fällige – Anpassung der
Betriebsrenten nicht mit der Begründung ablehnen, ein Unternehmensteil könne das finanziell nicht
verkraften, da er vom Mutterkonzern
gestützt werden müsse, um überleben zu können. Das Landesarbeitsgericht Baden-Württemberg entschied: Der Konzern muss für seine
Untergliederungen einstehen.
Aktenzeichen: 11 Sa 134/12
leiharbeitsplatz gilt als „freie
stelle“ – (bs) Wenn im Betrieb eine
Stelle frei ist, die ein Arbeitnehmer
des Betriebs übernehmen könnte,
muss der Arbeitgeber sie ihm anbieten und darf ihn nicht betriebsbedingt entlassen. Als freie Stelle
gilt dabei laut Hessischem Landesarbeitsgericht sowohl ein vergleichbarer Arbeitsplatz, auf dem ein
Leiharbeitnehmer beschäftigt ist,
als auch ein solcher, der mit einem
Leiharbeitnehmer besetzt werden
soll.
Aktenzeichen: 19 Sa 1342/11
künftige urlaubsplanung kein
hinderungsgrund für arbeitszeitverkürzung – (bs) Arbeitnehmer/innen haben das Recht, die
Dauer ihrer Arbeitszeit zu reduzieren,
wenn ihr Arbeitgeber keine „betrieblichen Gründe“ ins Feld führt,
die dem entgegenstehen. Allein die
Befürchtung, die Erfüllung des Arbeitnehmerwunschs, weniger Stunden im Betrieb zu sein, könne bei
der künftigen Urlaubsplanung zu
Problemen führen, ist aber kein ausreichender Ablehnungsgrund, hat
das Hessische Landesarbeitsgericht
entschieden: „Ansonsten könnte mit
der bloßen Ungewissheit künftigen
Arbeitszeitbedarfs aufgrund ungewisser beeinflussbarer oder auch
unbeeinflussbarer Faktoren jedes
Teilzeitbegehren damit abgelehnt
werden.
Aktenzeichen: 17 Sa 840/13
detaillierte auflistung von
überstunden ist beweiskräftig
– (bs) Hat ein Arbeitnehmer seine
geleisteten Überstunden detailliert
aufgelistet und fordert er vom Arbeitgeber die Bezahlung (ersatzweise ein „Abfeiern“) der Mehrarbeit,
so kann der Arbeitgeber den Aus-
gleich nicht pauschal mit der Begründung verweigern, er könne die
Aufzeichnungen des Beschäftigten
nicht prüfen, hat das Landessozialgericht Schleswig-Holstein entschieden. Bestreitet der Arbeitgeber die
Angaben, so muss er nachweisen,
dass die Überstunden nicht angefallen sind. Ein einfacher Hinweis
auf die große Entfernung zwischen
Hauptsitz und Filiale, in der der Beschäftigte arbeitet, reiche nicht, um
den Anspruch abzulehnen. Der Arbeitgeber müsse sicherstellen, dass
er zuverlässige Informationen über
den Arbeitsablauf in seinen einzelnen Filialen erhält.
Aktenzeichen: 3 Sa 57/12
natsende von der Mehrarbeit der
Frau hätte Kenntnis nehmen können,
wurde er zur Bezahlung der Überstunden verpflichtet.
Aktenzeichen: 2 Sa 180/13
auch nach fehler nur vier jahre
nachzahlung – (bs) Auch wenn
ein Rentenversicherungsträger bei
der Ermittlung einer Rente einen
Fehler gemacht hat, der erst spät
entdeckt wird, muss er nur für vier
Jahre rückwirkend eine Nachzahlung
leisten. Das Bundessozialgericht bestätigte diese gesetzliche Regelung
zum „sozialrechtlichen Herstellungsanspruch“ ausdrücklich im Fall einer
Falschberatung und bezogen auf
eine Erziehungsrente, was der klagenden Frau einen Verlust von fünf
Jahresrenten einbrachte.
Aktenzeichen: B 13 R 23/13 R
auch singles steht eine waschmaschine zu – (bs) Auch alleinstehende Bezieher/innen von Arbeitslosengeld II haben Anspruch auf
eine„ErstausstattungihrerWohnung
mit einer Waschmaschine“. Das hat
das Sozialgericht Dresden zu Gunsten eines zuvor Obdachlosen entschieden, der eine Wohnung gefunden hatte. Zur „Erstausstattung“
wurde diese vom Jobcenter zunächst
mit gebrauchten Möbeln bestückt.
Außerdem erhielt der Mann 548
Euro für weitere, „nicht gebraucht
vorhandene“ Möbel. Seine Forderung nach einer Waschmaschine
lehnte das Jobcenter jedoch ab. Es
verwies darauf, dass sich in der
Nähe der Wohnung ein Waschsalon
befinde, den der Arbeitslose nutzen
könne. Das Gericht hielt dem entgegen: Die durch die Besuche beim
Waschsalon anfallenden Mehrkosten würden von der monatlichen
Regelleistung in Höhe von 391 Euro
nicht umfasst. Also müsse eine Maschine für seinen Haushalt bewilligt
werden.
Aktenzeichen: S 20 AS 5639/14 ER
geduldete überstunden gelten
als „entgegengenommen“ – (bs)
Der Betreiber eines ambulanten
Pflegedienstes, dem als Arbeitgeber
nicht verborgen geblieben sein kann,
dass eine Beschäftigte im Laufe von
zwölf Monaten 152 Überstunden geleistet hat, muss diese Mehrarbeit
vergüten und kann sich nicht auf
angebliches „Nichtwissen“ zurückziehen. Dazu das LandesarbeitsgerichtMecklenburg-Vorpommern:Der
Arbeitgeber müsse – schon, um zu
einer ordnungsgemäßen Abrechnung seiner Leistungen gegenüber
den Krankenkassen in der Lage zu
sein–überAufzeichnungenverfügen,
aus denen sich ergebe, welche Arbeitszeiten die Altenpflegerin tatsächlich bei ihren Hausbesuchen
zugunsten der Patienten aufgeführt
habe. Auch verfüge er über Tourenpläne, aus denen sich Beginn und
EndedertäglichenArbeitszeitergebe.
Da der Chef hierzu keine detaillierte
Stellungnahme abgegeben hatte
und spätestens am jeweiligen Mo-
unausgebildete dürfen fehler
machen – (bs) Will der Arbeitgeber
eine mit Buchhaltungstätigkeiten
befasste, aber nicht einschlägig ausgebildete Mitarbeiterin für durch
ihre Fehler entstanden Kosten schadenersatzpflichtig machen, „so hat
er die fraglichen Fehler vor Gericht
in nachprüfbarer Weise im Einzelnen
darzulegen“, fordert das Arbeitsgericht Berlin. In diesem Fall ging es
um die Kosten für einen externen
Steuerberater. In diesem Fall genüge
es nicht, das Gericht wegen der
,Vielzahl von Mängeln’ auf eine Vernehmung des externen Steuerberaters als Zeugen zu verweisen. Ergänzend wies das Gericht darauf
hin, dass für den Arbeitgeber „in
besonderem Maße Obliegenheiten
der Steuerung und der Kontrolle bestehen“, wenn er „eine nicht einschlägig ausgebildete Mitarbeiterin“
zu Buchhaltungstätigkeiten heranzieht, die erhöhte Sachkunde erfordern.
Aktenzeichen: 28 Ca 17465/13
i n t e r n e s
··········································································································· ver.di news 15 · 25. Oktober 2014
50 000 Unterschriften
7
petition – ver.di kämp weiter für gute Arbeitsbedingungen bei Telekom-Töchtern
(red.) Bei der Telekom-Tochter T- Jetzt hat ver.di gemeinsam mit ihrer
Mobile USA werden internationale amerikanischen PartnergewerkArbeitsstandards unterlaufen und schaft CWA, dem DGB, dem Intergewerkschaftlich engagierte Be- nationalenGewerkschaftsbund,dem
schäftigtedrangsaliert.DieDeutsche US-amerikanischen GewerkschaftsTelekom hingegen verweist immer bund AFL-CIO sowie der Dienstwieder auf interne Regelwerke, wie leistungsinternationalen UNI eine
den Code of Conduct und Guiding Petition für die Wahrung von ArPrincipals, mit denen sie die Rechte beitnehmerrechten an Standorten
der Beschäftigten sichert.
von Unternehmen und UnternehAllerdings scheinen diese nur in mensbeteiligungen der Deutschen
Deutschland eingehalten zu werden. Telekom im Ausland gestartet. MinDie Beispiele zeigen („ver.di news“ destens 50 000 Unterschriften wolberichtete), dass bei den ausländi- len die Beteiligten sammeln. Mit
schen Telekom-Töchtern häufig da- diesem Quorum wird das Thema Gegegen verstoßen wird. Und da sich genstand einer öffentlichen Anhöan den von ver.di immer wieder kri- rungimPetitionsausschussdesDeuttisierten Zuständen nichts ändert, schen Bundestages.
Die Bundesrepublik Deutschland
scheint dies vermutlich mit Wissen
und Duldung der Konzernspitze zu besitzt über 31 Prozent der Unternehmensanteile. Deswegen sieht
geschehen.
ver.di sie besonders in der Pflicht,
sich aktiv darum zu kümmern, dass
dina bösch Ist Im
Unternehmen, die sich – ganz oder
ver.dI-bundesvorstand
teilweise – in staatlichem Besitz bezuständIg für gewerkfinden, geltende Standards einhalschaftlIche bIldung
ten.
In den kommenden Wochen sammeln die beteiligten Organisationen
Unterschriften auf Listen. Auch Or- k o m m e n t a r
ganisationen wie die IG Metall, Arbeit und Leben oder Politiker/innen
Bildung
von SPD, Linken und Grünen haben
erklärt, dass sie die Aktion unterbewegt!
stützen wollen. Im Dezember wird
Unter dem Motto „Mehr
der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske
Mitglieder, mehr Macht,
die Petition beim Petitionsausschuss
mehr Möglichkeiten“ hades Deutschen Bundestages einreiben wir mit „Perspektive
chen. Anschließend wird es dann
2015 – ver.di wächst!“
auch möglich sein, sie online zu uneinen systematischen
terzeichnen.
Veränderungsprozess bewww.wirerwartenbesseres.de
gonnen, der ein zentrales Ziel verfolgt: ver.di
(noch) durchsetzungsstärker zu machen. Der
Bereich „Gewerkschaftliberatung und unterstützung – Weitere Argumente für die Mitglieder-Werbung
che Bildung und Bil(hla) Um ihre Mitglieder auch bei länger als sechs Monate ver.di-Mit- kann die Freizeit-Unfall-Leistung
dungszentren“ begleitet
Freizeitunfällen abzusichern, hat glied sind und ihren satzungsgemä- einArgumentfürver.disein.Näheres
den Prozess durch zielver.di eine Unterstützungseinrich- ßen Beitrag zahlen. Beantragt wird zu weiteren Argumenten aus dem
gruppenspezifische Quatung für ihre Mitglieder gegründet. die Unterstützung im jeweils zu- Bereich „Beratung und Unterstütlifizierungsangebote. BilVerunglücken ver.di-Mitglieder in ständigen ver.di-Bezirk. Unter zung“ findet sich unter www.verdi.
dung lohnt sich! Wir
ihrer Freizeit können sie Anspruch http://tinyurl.com/ptzmbmr ist ein de/service/beratung-unterstuetbieten Konzepte und Bilauf Krankenhaustagegeld haben, kurzer Filmbeitrag abrufbar, der hu- zung/. Dazu zählen der gewerkdungsangebote, um Bebei Invalidität oder Tod kann eine moristisch auf diese gewerkschaft- schaftliche Rechtsschutz und der
triebsräte/Personalräte
Entschädigunggewährtwerden.Vor- liche Leistung aufmerksam macht. Lohnsteuerservice ebenso wie die
und JAV´en/MAV‘en in
aussetzung ist, dass die Betroffenen Auch bei der Mitgliederwerbung Streikunterstützung.
ihrer Aufgabenstellung
als gesetzliche Interessenvertretungen zu qualifizieren und gleichzeitig
für eine aktive Gewerkschaftsarbeit
im Betrieb
bildungsprogramm – Seminaranmeldungen für 2015 sind ab sofort möglich
zu gewinnen. Mit den
(red.) Das ver.di-Bildungsprogramm für Aktive und Mitglieder von Per- rungen für Ehrenamtliche. Sie werneuen Angeboten stellen
für 2015 liegt vor. Das Motto lautet sonengruppen, Seminare für Mit- den nicht mehr ausgeschrieben,
wir die Mitglieder mit ihren Bedürfnissen nach
„kompetent – vielfältig – lebendig“. glieder von gesetzlichen Interessen- sondern auf Anforderung der Fach„Handwerkszeug“ und
Unterteilt ist es in vier Bereiche: Ge- vertretungen und Seminarangebote bereiche und der Gliederungen hin
entsprechender Untersellschaftspolitische Themen und der Fachbereiche. Verändert werden organisiert.
stützung in den Fokus.
Handlungsperspektiven, Seminare ab 2015 die modularen Qualifizie- https://bildungsportal.verdi.de
Unsere Seminare machen
Kolleg/innen fit in ihrer
d a s l o h n t s i c h h t t p s : / / m i t g l i e d e r n e t z . v e r d i . d e
betrieblichen Arbeit und
stärken die Betriebsnützliches tarifwissen – Notfall- was fordern wir? – Nachdem die Fakten zur wirtschafts- und tarifpogruppen und Vertrauensleutestrukturen. Alle ververeinbarungen sind nicht der Nor- Bundestarifkommission für den öf- litischen Lage.
überstunden sind kein hobby
eint ein Ziel: ver.di
malfall. In welchen Einzelfällen sie fentlichen Dienst Mitte Oktober die
wächst und damit die
zur Anwendung kommen, welche Kündigung der Entgelttabellen be- – aber leider für viele Beschäftigte
Durchsetzungskraft vor
Verfahren dabei zu beachten sind schlossen hat (siehe Seite 5), ist die Alltag, bezahlt oder unbezahlt. Tipps,
Ort. Daher unbedingt anund was die Mindestbedingungen DiskussionumdieForderungeröffnet rechtliche Infos, FAQ‘s und eine
melden!
sein müssen, wird im Mitgliedernetz –auchimMitgliedernetz.Hierfinden Umfrage zu diesem Thema stehen
erklärt.
ver.di-Mitglieder auch Daten und ebenfalls im Mitgliedernetz.
ver.di hilft in vielen Lebenslagen
272 Seiten Seminare
8
b u n t e w i e s e
ver.di news 15 · 25. Oktober 2014
Glückauf in London
f i l m t i p p – Pride erzählt vom britischen Kohlekumpelstreik 1984
pride
Wie wird ein Streik zur Legende? bei ihren Auftritten bescheiden zu- stiften einen bunten Kleinbus und
spIelfIlm, großbrItanWenn 140 000 Kohlebergwerkarbei- rückhieltenzugunstenderdoppelten fahren eines Tages samt Spenden,
nIen 2014, regIe:
ter in Großbritannien entschlossen historischen Thematik des Films. Lebensmittelpäckchen und jeder
matthew warchus,
gegen Grubenschließungen und Denn obwohl der Streik der Kohle- Menge Loyalität in ‚ihr‘ mittlerweile
darsteller/Innen:
-privatisierungen unter Thatcher an- kumpel nach einem Jahr abgebro- recht ausgehungertes Gewerkben schnetzer, paddy
gehen. Das war im März 1984, vor chen werden musste, hatte sich eine schaftsdörfchen in der Provinz. Wo
consIdIne, bIll nIghy,
dreißig Jahren. Der nachfolgende Allianz zwischen manchen Strei- sie mit Misstrauen und Schweigen
Imelda staunton, domIStreik der Gewerkschaft NUM, Na- kenden und ihren Unterstützern ent- empfangen werden. Bis Dominic
nIc west, andrew scott,
tionalUnionofMineworkers,dauerte wickelt. So erzählt der Regieerstling West (bekannt als tougher Star in
120 mIn., verleIh senaein ganzes Jahr und spaltete das von Theater- und Musicalspezialist ‚The Wire‘ und ‚300‘) den steifen
tor. der fIlm läuft ab
Land in Sympathisanten und Gegner. Matthew Warchus, wie sich damals Kumpeln Spontanunterricht im Dis30. oktober.
WiewürdigtmaneinesolcheLegende eine Gruppe von Londoner Schwulen co-Dancing gibt.
des Widerstands gegen eine kon- und Lesben mit der Notlage der
Also doch nur ein hübsches Märver.di news
erscheInt 14-täglIch
servative Regierung und wie erhält Kumpel solidarisierte: LGSM, ‚Les- chen, basierend auf historischen
herausgeber:
man sie für neue Generationen? In- bians and Gays Support the Miners‘. Fakten? Keineswegs. Der Film erzählt
vereInte dIenstleIstungsDoch 1984 wollte niemand ihre weiter: Einige Monate später fand
dem man den Streik verfilmt, ideagewerkschaft ver.dI,
Unterstützung annehmen. Bis auf eine Gay Pride-Demo in der britilerweise brillant.
frank bsIrske, vorsItzender
chefredaktion:
Ein starker Titel wie ‚Pride‘, also ein kleines, walisisches, gewerk- schen Kapitale statt. Und dazu reisdr. marIa knIesburges
Stolz, macht Sinn und die Besetzung schaftlich organisiertes Dorf, ebenso ten Busladungen von Bergarbeitern
redaktion: heIke langenberg
mit den besten Schauspielern der stolz auf seine Bergbautradition wie an (nicht nur aus Wales), um mit
(verantwortlIch), henrIk müller
Nation wie Bill Nighy und Imelda abhängig von seiner Grube. So sam- Transparenten ‚Miners Support Leslayout: helmut mahler
infografik: klaus nIesen
Staunton. Dass aus ‚Pride’ keine meln die eifrigen homosexuellen bians and Gays‘ den Kampf ihrer
cartoon: thomas plassmann
bloß ein bissel politisch bewegte Helfer in London Gelder von Pas- schwulen und lesbischen Freunde
druck: alpha prInt medIen ag,
Britkomödie
geworden ist, verdan- santen, veranstalten Benefizkon- um Gleichberechtigung zu unterdarmstadt
ken wir diesen Kinogrößen. Die sich zerte mit der Band ‚Bronski Beat‘, stützen. Mit Erfolg. Jutta Vahrson
adresse: redaktIon ver.dI news,
paula-thIede-ufer 10,
10179 berlIn,
tel.: 030 / 69 56 1069,
fax: 030 / 69 56 3012
[email protected]
www.verdI-news.de
hinweis: dIe ausgabe 16
erscheInt am 15. november 2014
www.verdi.de
Boss Hoff
„Boss der Gewerkschaftsbosse, damit
mächtigster Gewerkschaftsboss
der Welt!“
Die „Bild“ stellt unter
der Überschrift
„Die Streik-Macher“
deutsche Gewerkschaftsvorsitzende vor,
so wie hier den DGBVorsitzenden
Reiner Hoffmann
t e r m i n e ·····································································
a u s s t e l l u n g ················
Die diesjährige Tagung der Reihe
„Neue Perspektive auf die Gewerkschaftsgeschichte“ der Hans-Böckler-Stiftung dreht sich um den
arbeitenden Körper im Spannungsfeld von Krankheit und
Gesundheit. Auf der einen Seite
werdenkonzeptionelleZugängevom
Verhältnis von Arbeit und Körper zur
Diskussion gestellt, auf der anderen
Seite Zuweisungspraktiken, aber
auch betriebliche und berufliche
Praktiken der Prävention und der
Heilung. Die Tagung findet statt am
13. und 14. November bei der Friedrich-Ebert-Stiftung in Bonn. Mehr
Infos: www.boeckler.de/veranstal
tung_51207.htm
Väter heute: Ernährer, familiäre
Hilfsarbeiter, gleichberechtigte
Erziehende? Mit diesem Spektrum
setzen sich die Teilnehmer/innen einer Fachtagung des Zukunftsforums
Noch bis zum 16. Dezember ist in
der MedienGalerie des Fachbereichs
Medien, Kunst und Industrie des
ver.di-Landesbezirks Berlin-Brandenburg die Ausstellung Lebens
Wert zu sehen. Die Werke der
14 beteiligten Künstler/innen stellen die Fragen: Was ist ein Leben
wert? Warum ist ein Leben lebenswert? Oder warum ist es das nicht?
Der Ausstellungstitel ermöglicht
dabei viele unterschiedliche Herangehensweisen. Gegeben werden die
Antworten daher aus persönlicher,
biologischer, politischer, ökologischer oder philosophischer Sicht.
Die MedienGalerie in der Dudenstraße 10 in 10965 Berlin ist montags und freitags von 14 bis 16 Uhr,
dienstags von 17 bis 19 Uhr und
donnerstags von 14 bis 19 Uhr geöffnet.
www.mediengalerie.org
Familie am 19. November in Köln
auseinander. Beleuchtet wird, was
Vatersein heute bedeutet und wie
unterschiedlich Väter ihre Rolle interpretieren.MehrInfos:https://gender.verdi.de/service/veranstaltungen
An Gleichstellungsbeauftragte in
Nordrhein-Westfalen richtet sich
die Veranstaltung Genderaspekte
im Rahmen eines Betrieblichen
Gesundheitsmanagements von
Arbeit und Leben NRW. Sie findet
am 20. und 21. November beim
ver.di-Landesbezirk in Düsseldorf
statt. Herausgearbeitet werden
Chancen und Risiken eines betrieblichen Gesundheitsmanagements,
mit dem Schwerpunkt der Sicht von
Gleichstellungsbeauftragten und
Personalrätinnen. Mehr Infos:
https://gender.verdi.de/service/
veranstaltungen
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