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ОЛИМПИАДА «ПОКОРИ ВОРОБЬЁВЫ ГОРЫ!» ФИЗИКА;pdf

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Berliner Zeitung · Nummer 241 · Donnerstag, 16. Oktober 2014
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Brandenburg
Junges Gemüse auf dem Acker
In der „Ackerdemie“ in Teltow lernen Schüler die Mühen der Landwirtschaft, aber auch den Wert von Lebensmitteln zu schätzen
vermittlung ist der Sinn der „Gemüse-Ackerdemie“. „Die Kinder
ELTOW. Tobias Büsch wühlt mit werden bei uns auf praxisnahe und
beiden Händen in der dunklen ganz spielerische Weise an das
Erde und lockert den Boden. Dann Thema Nahrungsmittelproduktion
zieht der blonde Viertklässler einen herangeführt. Unser Ziel ist es, dass
prallen Kohlrabi heraus. Es ist einer die Kinder dadurch bewusster mit
der letzten in der Erntesaison. To- Lebensmitteln umgehen, weniger
bias präsentiert ihn ganz stolz. wegwerfen und sich gesünder erSchließlich hat er das Gemüse mit nähren“, sagt Initiator Christoph
seinen Mitschülern selbst ange- Schmitz.
baut.
Dem studierten Landwirt, der
16 Mädchen und
auf einem Bauernhof
Jungen der Grundaufgewachsen ist, kam
schule Am Röthefuhl in
die Idee zu dem Projekt
Teltow (Potsdam-Mitwährend seiner Arbeit
telmark) haben sich
am Potsdam-Institut
seit April an dem Profür
Klimafolgenforjekt „Gemüse-Ackerdeschung. Dort forscht er
mie“ beteiligt. Beim
über
Nachhaltigkeit
Erntedankfest in Teltow
und Wertigkeit und der
wurde das Projekt zum
Lebensmittelproduk„Ausgezeichneten Ort
tion. Gemeinsam mit
im Land der Ideen“ gezwei Mitstreitern grünkürt. Es gab eine von
dete er den Verein
Bundespräsident JoaAckerdemia und starBLZ/ENGELSMANN
chim Gauck untertete im vergangenen
zeichnete Urkunde.
Jahr ein Pilotprojekt in
Christoph Schmitz,
Fast jeden DonnersNordrhein-Westfalen.
Initiator der Ackerdemie
tag sind die Schüler
Brandenburgs
nach Schulschluss freiwillig für Landwirtschaftsminister JörgVogelzweieinhalb Stunden auf ihren sänger (SPD) betonte beim Fest in
120-Quadratmeter-Acker auf dem Teltow, wie wichtig es sei, sich imGelände eines örtlichen Gemüse- mer wieder zu vergegenwärtigen,
hofs gekommen und haben sich um dass Lebensmittel etwas wert sind:
ihre Beete gekümmert: gesät, ge- „Deswegen bin ich begeistert, wie
hackt und gewässert. „Am Anfang die jungen Menschen in der ,Gedachte ich, es wird doof“, sagt Oliver müse-Ackerdemie‘ an das Thema
Frank. Doch er habe seine Meinung Landwirtschaft und Nahrungsmitschnell geändert. Am meisten Spaß tel herangeführt werden“, sagt Vogemacht haben ihm das Unkrautjä- gelsänger.
ten und natürlich die Ernte.
An der Ackerdemie haben in dieDurch die Arbeit auf dem Acker sem Jahr sechs Schulen in Brandenhaben die Schüler viel gelernt: „Wir burg, Berlin und Nordrhein-Westfahaben gesehen, wie schnell Gemüse len teilgenommen. Der Verein orgawächst und wissen jetzt, wie viel nisiert für sie die Ackerflächen, beman gießen muss, und dass man sorgt Ausrüstung und Saatgut und
Unkraut entfernen muss, damit es stellt Lehrmaterialien zur Verfünicht das Gemüse überwuchert“, gung. Finanziert wird das Ganze
sagt Tobias. Genau diese Wissens- durch Fördergeld und einen kleinen
Nicht mehr
Pflichtfach
V ON R OBERT B RIEST
T
Schulgartenunterricht
war in der DDR ein Pflichtfach (1. bis 6. Klasse), genau wie der Werkunterricht
(1. bis 6. Klasse) oder
Nadelarbeit (3. und
4. Klasse). Jede Schule
hatte ein Areal für Beete.
In Brandenburg wurde das
Fach nach dem Ende der
DDR mit Einführung neuer
Rahmenlehrpläne Anfang
der 90er-Jahre als Pflichtfach abgeschafft. Wenn
Schulen über Gärten verfügen, werden freiwillige Arbeitsgemeinschaften angeboten. Das Thema Natur und Gartenkunde wird
im Fach Sachkunde in der
Grundschule oder später
in Biologie vermittelt. Bedarf für ein reguläres Fach
wird nicht gesehen, da die
Anforderungen für Schüler
sehr hoch sind und neue
Fächer wie Wirtschaft, Informatik oder Astronomie
gefordert werden.
In Berlin bieten etwa 200
Schulen Gärtnern an.
„Land der Ideen“ ist eine
Standortinitiative von
Bund und Wirtschaft. Seit
2005 zeichnen Bundesregierung und der Bundesverband der Deutschen Industrie bundesweit innovative Projekte aus.
Mehr Infos auf:
www. gemüseWächst Gemüse im Supermarkt oder auf dem Feld? Die Teltower Schüler kennen die Antwort. ackerdemie.de
BER LI N E R ZE IT UN G/ GER D ENG ELSMA NN
N A C H R I C H T E N
❖
Komfortabel
und überall dabei:
Ministerpräsident wird am
5. November gewählt
POTSDAM. Die Wahl von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD)
und die Vereidigung des Kabinetts
im Potsdamer Parlament sind für
den 5. November geplant. Dies teilte
das Präsidium des Landtags am
Mittwoch mit. SPD und Linke haben
einen Koalitionsvertrag zur Neuauflage der rot-roten Koalition geschlossen. Die beiden Fraktionen
haben im Landtag eine Mehrheit
von drei Stimmen. Zuvor stimmen
jedoch die Mitglieder der Linken bis
Ende Oktober über den Koalitionsvertrag ab. Danach sollen Sonderparteitage von SPD und Linken am
1. November das Abkommen endgültig beschließen. (dpa)
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Neue Brücke
über die Havel
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RATHENOW. Über die Havel verläuft in Rathenow eine neue 350 Meter lange Brücke für Fußgänger und
Radfahrer. Sie wurde am Mittwoch
offiziell in Betrieb genommen. Die
S-förmige Weinberg-Brücke ist ein
Projekt zur Bundesgartenschau
(Buga) 2015 in der Havelregion. Die
Schau läuft im Land Brandenburg in
den Städten Brandenburg/Havel,
Premnitz, Rathenow und Rhinow/Stölln sowie in Havelberg in
Sachsen-Anhalt. Die Weinberg-Brücke verbindet den Buga-Optikpark
und den Buga-Weinberg. Gesamtkosten für das Projekt waren rund
9,3 Millionen Euro, bereitgestellt
von Bund, Land und Stadt Rathenow. (dpa)
93 Prozent der Militärflächen
nun zivil genutzt
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POTSDAM. Die Umwidmung ehemaliger Militärflächen ist in Brandenburg weit vorangekommen: Etwa 93 Prozent der an das Land übertragenen rund 100 000 Hektar Militärgelände werden inzwischen zivil
genutzt, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. „In den Anfangsjahren wurde Wohnraum geschaffen, später stand die Ansiedlung von
Industrie, Gewerbe sowie alternativen Energien und der Erhalt wertvoller Biotope undWildnisräume im
Vordergrund“, sagte Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linke) zum
Abschluss des diesjährigen sogenannten Konversionssommers am
Mittwoch in Potsdam. (dpa)
Anteil der Schulen. Dieser finanzielle Zuschuss soll nach Vorstellung
von Gründungsmitglied Julia Krebs
jedoch schnell überflüssig werden.
„Wir haben in dem Projekt auch
achte Klassen. Mit denen überlegen
wir, wie sich das Gemüse verkaufen
lässt“, erzählt sie. „Die Schüler sollen im Idealfall mit dem Verkauf das
Geld verdienen, von dem im nächsten Jahr das neue Saatgut gekauft
wird – wie in der echten Landwirtschaft.“
Mit seiner umweltpädagogischen
Arbeit versucht der Verein, auch eine
Lücke zu schließen. Der obligatorische Schulgartenunterricht ist in
Brandenburg und Berlin seit Längerem abgeschafft. „Ein Kind sagte, es
habe noch nie in eine Tomate gebissen“, erzählt Julia Krebs. „Andere
wussten nicht, dass Möhren und Karotten dasselbe sind.“
„Wir sind nicht aus Zucker“
Die Nachfrage nach dem ehrenamtlich betreuten Projekt ist groß: Alle
bisherigen Schulen würden weiterhin teilnehmen, und einige neue
seien bereits gefunden, sagt
Schmitz. „Interessierte Schulen
können sich gern bei uns melden.“
Die Junggemüsegärtner in Teltow möchten die Erfahrung auf dem
Acker jedenfalls nicht missen. „Ich
fand die Arbeit sehr schön“, sagt Tobias Büsch. „Genervt hat es nur bei
Regen. Aber der war ja gut für die
Pflanzen, und wir sind ja nicht aus
Zucker“, sagt der Viertklässler.
Er sagt, dass er durch die „Gemüse-Ackerdemie“ nun auch mehr
Kohlrabi, Herbstrüben und Bohnen
isst. Dazu hat er in dieser Woche genug Gelegenheiten. Denn am Ausgang des kleinen Stückchens Ackers
bei Teltow liegt die üppige Ausbeute
der letzten Ernte des Jahres für die
Schüler bereit – natürlich zum Mitnehmen.
S E R V I C E
❖
V E R K E H R
U-Bahn: U2: Jeweils Montag bis Donnerstag ist
die Linie nachts von 21 Uhr bis Betriebsschluss
zwischen U Wittenbergplatz und U Bismarckstraße unterbrochen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen ist eingerichtet. Zum Übergang auf die Linie
U9 nutzen Sie bitte auch die U1 zwischen U Wittenbergplatz und U Kurfürstendamm (bis Mitte
Dezember).
Tram: 21: Wegen Brückenbauarbeiten ist die Linie
zwischen S Rummelsburg und Marktstraße in beiden Fahrtrichtungen unterbrochen. Eine Verbindung zwischen diesen Haltestellen ist nur fußläufig (ca. 250 Meter) möglich (bis 18. 10. 2014).
Straßen: Brunnenstraße (Mitte): In Richtung Gesundbrunnen ist die Fahrbahn vor der Bernauer
Straße wegen neuer Baustelle auf einen Fahrstreifen verengt (bis Ende des Monats).
Frankfurter Allee (Lichtenberg): In Fahrtrichtung
stadtauswärts stehen ab dem Vormittag wegen
Bauarbeiten zwischen Schulze-Boysen-Straße
und Rosenfelder Straße nur zwei Fahrspuren zur
Verfügung. Besonders im Feierabendverkehr besteht erhöhte Staugefahr (voraussichtlich bis
Ende des Jahres).
Landsberger Chaussee (Hellersdorf): In Fahrtrichtung stadtauswärts steht zwischen Hellersdorfer Weg und Stendaler Straße wegen Bauarbeiten nur eine Fahrspur zur Verfügung (voraussichtlich bis Ende November).
Nachodstraße (Wilmersdorf): Die Straße ist in
beiden Richtungen wegen Bauarbeiten zw. Bundesallee und Grainauer Straße auf einen Fahrstreifen je Richtung verengt (bis Ende 2015).
Fürstenwalder Damm (Köpenick): In stadtauswärtiger Richtung ist wegen Baustelle die Fahrbahn in Höhe der östlichen Einmündung des
Müggelseedamms auf einen Fahrstreifen verengt (bis Mitte November).
Aktuelle Stauwarnungen im
Internet unter:
www.vmz-info.de
G E W I N N Z A H L E N
Mittwoch-Lotto:
12-14-16-26-27-31
Superzahl: 9
Spiel77: 2-7-8-5-9-0-2
Landeslotterie Super 6: 9-0-8-3-7-5
Alle Angaben ohne Gewähr!
N O T R U F E
Polizei: 110
Feuerwehr: 112
einheitliche Behördenrufnummer: 115
Bürgertelefon der Polizei: 46 64 46 64
Kassenärztl. Bereitschaftsdienst: 31 00 31
Zahnärztl. Notdienst: 89 00 43 33
Tierärztl. Notdienst: 0800-668 84 37
Giftnotruf: 192 40
Apothekennotdienst: 0800-002 28 33
Telefon-Auskunft: 11833
Telefonseelsorge: 0800-111 01 11 und
0800-111 02 22 (kirchlich)
Kindernotdienst: 61 00 61
Jugendnotdienst: 61 00 62
Berliner Krisendienst: 390 63 -10
(-20,-30 bis -90)
Schuldnerberatung: 0180-575 02 50
Bahnauskunft: 0800-1507090 (kostenlos)
Straßenbeleuchtung: 0800-110 20 10 (kostenl.)
Vattenfall-Notruf: 0800-211 25 25
Gasag-Notruf: 78 72 72
Wasserbetriebe-Notruf: 0800-292 75 87
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