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Presseinformation
Weniger Internetzugänge in ostdeutschen Haushalten
 Weiterhin Unterschiede zwischen Ost und West
 Allein Thüringen über Bundesdurchschnitt
 Differenzen auch bei Computernutzung und Breitbandversorgung
Bundesverband
Informationswirtschaft,
Berlin, 05. November 2014
Telekommunikation und
In Deutschland gibt es weiterhin messbare Unterschiede in der IT- und Internet-
neue Medien e.V.
Nutzung. Zwar ist mittlerweile Internet mit mindestens 1 Mbit/s für 99,9 Prozent
Albrechtstraße 10 A
aller Haushalte verfügbar, in den neuen Bundesländern nutzen jedoch deutlich
10117 Berlin
Tel. +49. 30. 27576-0
weniger Haushalte einen Internetanschluss als in den alten Ländern. So hatten in
Fax +49. 30. 27576-400
Brandenburg im vergangenen Jahr lediglich drei Viertel der Haushalte (76
[email protected]
www.bitkom.org
Prozent) einen Internetanschluss. In Mecklenburg-Vorpommern (78 Prozent), in
Sachsen (82) und in Sachsen-Anhalt (85) waren es nur wenig mehr. Einzig
Ansprechpartner
Marc Thylmann
Thüringen lag mit 89 Prozent über dem bundesdeutschen Schnitt (88). Führend
Pressesprecher
waren Niedersachsen (92 Prozent), die Stadtstaaten Bremen (91) und Hamburg
+49. 30. 27576-111
(90) sowie Schleswig-Holstein (90). Das teilte der Hightech-Verband BITKOM auf
Basis von Zahlen der EU-Statistikbehörde Eurostat mit. „Die Unterschiede
zwischen Ost und West bei der Nutzung von IT und Internet sind nach wie vor
signifikant“, sagt BITKOM-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.
[email protected]
Nick Kriegeskotte
Bereichsleiter
Telekommunikationspolitik
+49. 30. 27576-224
[email protected]
Präsident
Prof. Dieter Kempf
Hauptgeschäftsführer
Dr. Bernhard Rohleder
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Weniger Internetzugänge in ostdeutschen Haushalten
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Das gilt beispielsweise für die regelmäßige Internet-Nutzung in den einzelnen
Bundesländern. Vier von fünf Deutschen (80 Prozent) sind mindestens einmal
wöchentlich online. Auch hier liegen Mecklenburg-Vorpommern (67 Prozent der
Einwohner), Brandenburg (68), Sachsen (74) und Sachsen-Anhalt (75) deutlich
unter dem Schnitt. An der Spitze stehen Hamburg und Rheinland-Pfalz mit je 84
Prozent der Einwohner.
Auch bei der Breitband-Versorgung gibt es noch Unterschiede zwischen alten und
neuen Bundesländern. Derzeit ist für fast zwei Drittel aller deutschen Haushalte (64
Prozent) Breitband-Internet mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s
verfügbar, meist per Festnetz. Das ergab Mitte dieses Jahres eine Studie des TÜV
Rheinland im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.
Ob derart schnelle Zugänge vorhanden sind, hängt maßgeblich von der
Siedlungsstruktur ab. Für vier von fünf (82 Prozent) Haushalte in deutschen
Städten sind aktuell Anschlüsse mit über 50 Mbit/s verfügbar, für jeden fünften
Haushalt (20 Prozent) in ländlichen Gemeinden. „Die Investitionen pro FestnetzAnschluss sind im ländlichen Raum etwa drei- bis fünfmal so hoch wie in der Stadt.
Da die Endkunden auf dem Dorf nicht mehr zahlen als in der Stadt, ist ein Ausbau
für private Anbieter nicht immer wirtschaftlich machbar“, sagt Rohleder. In den
Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg sind die Haushalte mit jeweils rund 90
Prozent weitgehend versorgt mit solch schnellen Anschlüssen. In westdeutschen
Flächenstaaten liegt der Versorgungsgrad meist zwischen 60 und 70 Prozent. Da
die neuen Bundesländer tendenziell dünner besiedelt sind, sind für entsprechend
weniger Haushalte 50-Mbit-Anschlüsse verfügbar: in Sachsen derzeit für 46
Prozent der Haushalte, in Mecklenburg-Vorpommern für 43, in Brandenburg für 36,
in Thüringen für 35 und in Sachsen-Anhalt für 32 Prozent.
Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Computernutzung. Laut EU-Umfrage hat jeder
zehnte Deutsche (10 Prozent) noch nie einen PC, Laptop oder Tablet genutzt. In
Brandenburg war es sogar jeder sechste (16 Prozent), in MecklenburgVorpommern jeder siebte (15 Prozent) und in Sachsen jeder achte (13 Prozent).
Auch bei diesem Kriterium hebt sich Thüringen positiv ab: Lediglich jeder
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dreizehnte Thüringer (7 Prozent) hat noch nie in seinem Leben einen Computer
genutzt.
Zur Methodik: Die Angaben zu den Internetanschlüssen in Haushalten sowie zur Internet- und
Computernutzung von Personen basieren auf amtlichen Daten von Eurostat. Grundlage ist die jährliche
Erhebung zur ITK-Nutzung in Haushalten.
BITKOM vertritt mehr als 2.200 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.400 Direktmitglieder.
Sie erzielen mit 700.000 Beschäftigten jährlich Inlandsumsätze von 140 Milliarden Euro und stehen für
Exporte von weiteren 50 Milliarden Euro. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 200
Start-ups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder
Internetdienste an, stellen Hardware oder Consumer Electronics her, sind im Bereich der digitalen
Medien oder der Netzwirtschaft tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. Mehr als drei
Viertel der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils knapp 10 Prozent kommen aus
sonstigen Ländern der EU und den USA, 5 Prozent aus anderen Regionen. BITKOM setzt sich
insbesondere für eine innovative Wirtschaftspolitik, eine Modernisierung des Bildungssystems und eine
zukunftsorientierte Netzpolitik ein.
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