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Region
Zürichsee-Zeitung Bezirk Horgen
Samstag, 18. Oktober 2014
3
Studie sagt nur wenig Mehrverkehr
wegen Golfern voraus
WädensWil Gemäss einer Studie wird der Verkehr wegen des
Golfplatzes in der Beichlen um bis zu 10 Prozent anwachsen.
Die Migros, die die Studie in Auftrag gegeben hat, ist zufrieden.
Die Migros kann frohlocken. Eine
Studie, die sie in Auftrag gegeben
hat, prognostiziert kaum mehr
Verkehr wegen des geplanten
Golfplatzes in Wädenswil. Das
Verkehrsingenieursbüro Team­
verkehr.Zug hat errechnet, dass
nur mit 3 bis 10 Prozent mehr
Verkehr gerechnet werden muss,
wenn der Golfplatz Beichlen er­
stellt wird. Das Büro geht davon
aus, dass pro Stunde höchstens 24
Spieler starten. Durchschnittlich
werden gemäss Studie 100 Spieler
pro Tag erwartet. Das sei ein ge­
nereller Wert auf Golfplätzen,
heisst es auf Anfrage beim Büro.
An Turnieren, von denen es jähr­
lich 80 geben soll, steigt der Wert
auf 190 Golfer. Die Driving Range
sollen täglich 190 weitere nutzen.
Knapp 600 Fahrten täglich
An einem Durchschnittstag
kommt das Verkehrsingenieurs­
büro auf höchstens 580 Fahrten,
an Turniertagen auf 607. Das
ergibt eine Zunahme des Ver­
kehrs gegenüber dem heutigen
Stand von höchstens 10 Prozent.
Am meisten belastet würden die
Schönenbergstrasse Nord und
die Beichlenstrasse mit je 40 Pro­
zent des zusätzlichen Verkehrs­
aufkommens. Nur je 10 Prozent
würden über die Obere Berg­
strasse und die Schönenberg­
strasse Süd fahren. «Verglichen
mit den bestehenden Belastun­
gen ist die Verkehrszunahme in
Zusammenhang mit dem Golf­
park Beichlen gering», sagt
Adrian Arquisch, der das Gut­
achten erstellt hat.
Als Vergleich haben die Ver­
kehrsingenieure den Golfplatz
Holzhäusern herangezogen. Die­
ser ist grösser als der geplante
Golfpark in Wädenswil. So verfügt
Holzhäusern über 290 Parkplät­
ze, während in der Beichlen nur
150 bis 200 geplant sind. Bei einer
Zählung fanden die Ingenieure
heraus, dass der Golfplatz im
Kanton Zug rund 1000 Fahrten
pro Tag generiert. Entsprechend
wurden die zu erwartenden Fahr­
ten in Wädenswil berechnet.
Rolf Fuchs, Mediensprecher
der Migros, sieht mit dem Ergeb­
nis der Studie die «ungerechtfer­
tigte Kritik» am Golfplatz ent­
kräftet. Die Verkehrszunahme
werde im Vergleich zu heute
kaum spürbar sein.
Auch Busse berücksichtigt
Überraschend mutet an, dass das
Büro auch den öffentlichen Ver­
kehr und den Langsamverkehr
untersucht hat. Es gehe um eine
gesamtheitliche Betrachtung, er­
klärt Alice Chappuis, Verkehrsin­
genieurin bei Teamverkehr.Zug.
So steht in der Studie zwar, dass
ein Grossteil der Golfer mit dem
Auto anreisen werde. Doch die
Autoren rechnen damit, dass
Zuschauer oder Restaurantbe­
sucher mit dem ÖV kommen wer­
den. Entsprechend sei das heutige
Angebot zu gering, schliesst die
Der Golfplatz würde der Beichlen im Schnitt täglich 580 Fahrten bringen. Die Migros fühlt sich durch die Studie bestärkt.
Migros, und empfiehlt einen Aus­
bau am Wochenende.
Sehr zufrieden mit der Studie
ist Rico Brazerol, BDP­Kantons­
rat und Präsident des Komitees Ja
zum Golfpark. Er bezeichnet die
Verkehrszunahme als «fast ver­
nachlässigbar», zeigt sich aber
auch überrascht von den tiefen
Werten. Für das Komitee ist die
Studie ein positives Zeichen für
die bezirksweite Abstimmung
vom 30. November.
Weniger positiv ist das Gutach­
ten für die Gegner. Peter Bossert,
Präsident der IG Kulturland, die
sich gegen das Projekt stellt, gibt
zu bedenken, dass die Zunahme
für die Bevölkerung spürbar sein
werde. An normalen Tagen nicht
so stark, an Spitzentagen schon,
sagt Bossert. Die Strecke über
die Beichlen werde heute schon
häufig als Ausweichroute für die
A3 genutzt. In den Stosszeiten
erwartet Bossert darum eine
grosse Verkehrsdichte. Skeptisch
Trotz Verzicht auf Südstarts
sind die Gemeinden misstrauisch
Fluglärm Die Goldküste bleibt vorerst vor zusätzlichem
Fluglärm verschont. Der Flughafen beabsichtigt keine Südstarts.
Die nachricht löst jedoch in der Region keine Euphorie aus.
Die Südabflüge ab dem Flughafen
Zürich sind – bis auf weiteres –
vom Tisch. Das neue Betriebsre­
glement des Flughafens sieht die­
se Abflugvariante nicht vor (ZSZ
von gestern). Schon einen Tag be­
vor das Bundesamt für Zivilluft­
fahrt (Bazl) die Unterlagen dazu
auf seiner Website aufgeschaltet
hatte, war diese Nachricht durch­
gesickert. Das Fluglärmforum
Süd reagierte umgehend: «Wir
begrüssen das grundsätzlich, wird
damit doch eine Forderung des
Südens erfüllt», teilte Präsident
Lothar Ziörjen (BDP) mit, der
gleichzeitig Nationalrat und
Stadtpräsident von Dübendorf
ist. Als Nächstes müsse man die
Fakten eingehend studieren.
«Kein Grund zum Jubeln»
Im Fluglärmforum Süd haben
sich 30 Gemeinden zusammen­
geschlossen. Dazu gehören alle elf
des Bezirks Meilen sowie Wä­
denswil, Richterswil, Hütten, Hir­
zel und Rapperswil­Jona.
Die politischen Vertreter neh­
men die Neuigkeit vorsichtig op­
timistisch auf. Von einem Schritt
in die richtige Richtung spricht
der Küsnachter Gemeindepräsi­
dent Markus Ernst (FDP). Gleich­
zeitig warnt er vor übertriebener
Freude. «Es gibt keinen Grund
zum Jubeln, dass nun wider Er­
warten doch keine Katastrophe
über Küsnacht hereinbricht»,
sagt er. Freuen könne man sich
erst dann, wenn sich das Thema
Fluglärm für die Region ganz er­
ledigt habe. «Das Ziel ist nach wie
vor, dass wir gar keinen Fluglärm
mehr haben.» Die Gemeinden im
Süden des Flughafens würden zu­
dem dem Bazl nicht trauen. «Das
Bazl hat uns schon früher ange­
logen», sagt Ernst mit Blick auf
die seit über zehn Jahren andau­
ernden Südanflüge.
sich ebenfalls zurückhaltend mit
einer Prognose. «Für Zumikon
und die Goldküste gibt es immer­
hin keine Verschlechterungen»,
sagt Jürg Eberhard. Das neue Be­
triebsreglement führe zudem
mit der Entflechtung von An­
und Abflugrouten zu mehr
Sicherheit im Flugverkehr, was
zu begrüssen sei, sagt er weiter
«Etwas schwieriger zu beurteilen
ist im Moment, was das neue
Flugregime mittelfristig bedeu­
tet – etwa für künftige Projekte
wie einen Pistenausbau», sagt
der Zumiker.
Auch wenn der Flughafen Zü­
rich keine Südstarts vorsieht –
abgewendet sind diese noch
nicht. Denn das Bazl hat sie im
Objektblatt des Sachplans Infra­
Mehr Sicherheit
Der Zumiker Gemeindepräsi­
dent Jürg Eberhard (FDP) zeigt
Archiv Sabine Rock
ist er bezüglich ÖV­Nutzung. «Es
ist schwer vorstellbar, dass die
Golfer mit dem ganzen Gepäck
den Bus nehmen», sagt Bossert.
Pascal Jäggi
Das Verkehrsgutachten ist auf
www.erholungsgebiet-beichlen.ch
einzusehen.
EtwAS GESEHEn
struktur Luftfahrt (SIL) veran­
kert. Dieses ist die Grundlage für
das Betriebsreglement des Flug­
hafens. Südabflüge wären dem­
nach bei Nebel und Bise zulässig.
Theoretisch könnten die Verant­
wortlichen dereinst auf diese Va­
riante zurückkommen.
Das neue Betriebsreglement
liegt bis am 18. November öffent­
lich auf. Bis dann können sich die
betroffenen Gemeinden dazu
äussern. Unzufrieden zeigten
sich bereits die Gemeinden im
Norden und Osten des Flugha­
fens. Das geänderte Flugregime,
das vor allem die Entflechtung
der An­ und Abflugrouten im Os­
ten zum Ziel hatte, beschert ih­
nen mehr Fluglärm.
Michel Wenzler
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