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Rottal-Inn-Kliniken GmbH
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PRESSEMITTEILUNG
Eggenfelden, 7. November 2014
Mit dem richtigen Frühstück fängt’s an
Am 14. November ist Weltdiabetestag. Wie lebt man mit Diabetes, wie
beugt man vor? Experten der Rottal-Inn-Kliniken klären, was wichtig ist
EGGENFELDEN. Immer mehr Menschen auf der ganzen Welt erkranken an
Diabetes. In Deutschland ist bereits jeder Zehnte betroffen. Darauf will der
Weltdiabetestag aufmerksam machen, der am 14. November begangen wird.
Bereits seit Anfang der 1990er-Jahre gibt es diesen Termin, jeweils mit einem
Schwerpunktthema. 2014 lautet es „Gesundes Essen beginnt mit dem Frühstück“. Auch Experten der Rottal-Inn-Klinken nutzen den 14. November, um
die Menschen in der Region für den Umgang mit Diabetes zu sensibilisieren.
„Es sind ja lauter unbequeme Wahrheiten“, sagt Chefarzt Dr. Gerhard Muth,
der Leiter der Diabetologie an den Rottal-Inn-Kliniken. „Wir essen alle zu viel
und bewegen uns zu wenig.“ Deswegen nehme speziell der so genannte Typ
2 zu – das ist jene Form des Diabetes, die nicht angeboren ist, sondern sich
erst im Lauf des Lebens zeigt. Früher sprach man vom „Altersdiabetes“, weil
die Krankheit bei vielen Menschen dann auftrat, wenn im Alter die Leistung
der Bauchspeicheldrüse nachließ. Doch die Krankheit ist längst kein AlteLeute-Problem mehr, berichtet der Chefarzt, sondern betreffe Menschen aus
unterschiedlichen Generationen. „Das geht Hand in Hand damit, dass es
heute in allen Altersgruppen immer mehr Menschen mit Übergewicht gibt.“ Es
fange schon damit an, dass Kinder sich heute zu wenig bewegen. Aktuell
beschäftige sich die Forschung zudem mit Süßstoffen, berichtet der Chefarzt:
Die Süßstoffe hatten lange Zeit als praktische Alternative für Diabetiker
gegolten und auch für alle, die Zucker reduzieren wollten. Mittlerweile gibt es
begründete Zweifel, ob diese Stoffe nicht vielleicht schädlich sind und dem
Diabetes sogar Vorschub leisten – dem geht die Wissenschaft derzeit auf den
Grund. Chefarzt Muth rät schon jetzt dazu, Süßstoffe nur zurückhaltend zu
verwenden.
Ins Leben gerufen wurde der Weltdiabetestag vor über 20 Jahren von der
Weltgesundheitsorganisation WHO. Das zeigt die Tragweite: Einen vergleichbaren weltweiten Aktionstag gibt es nur für eine andere Krankheit, für AIDS.
Auch hierzulande ist Diabetes ist eine echte Volkskrankheit, berichtet
Dr. Heike Kaupp, Ernährungswissenschaftlerin der Rottal-Inn-Kliniken: „In
Deutschland ist fast jede und jeder Zehnte betroffen.“ Man gehe davon aus,
dass 7,2 Prozent der Bevölkerung einen bekannten Diabetes und zusätzlich
2,1 Prozent einen unentdeckten Diabetes haben, somit also 9,3 Prozent der
Menschen im Alter von 18 bis 79 Jahren.
Sie alle müssten ihr Leben ein Stück weit ändern, speziell die Gewohnheiten
beim Essen und beim Bewegen. Trotzdem beobachtet Chefarzt Muth, dass
Betroffene unangenehme Erkenntnisse verdrängen: „Wenn sich Gewohnheiten bei Ernährung und Bewegung über viele Jahre und Jahrzehnte eingeschliffen haben, ist es schwer, die gewohnten Pfade zu verlassen. Die Lust ist
bei den allermeisten Menschen einfach größer als die Vernunft.“ Seiner
Erfahrung nach hilft es, wenn Angehörige unterstützen und nachhelfen, wenn
der Patient selbst zudem gut informiert sei und sich vernünftig verhalte.
Dabei ist das mit dem gesunden Essen eigentlich gar nicht so schwer, sagt
Ernährungswissenschaftlerin Kaupp, die regelmäßig die Patienten der RottalInn-Kliniken berät: „Für Diabetiker gelten heute längst nicht mehr so strenge
Regeln wie früher, es dreht sich nicht mehr nur um Broteinheiten (BE).“
Spezielle Diätgerichte seien die Ausnahme. „Die Ernährungs-Empfehlungen
für Diabetiker entsprechen heute praktisch dem, was wir ganz allgemein als
gesunde, abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung befürworten.“
Wer sich daran hält, tut nicht nur etwas, um Diabetes zu verhindern oder
seinen Diabetes im Griff zu behalten. Zugleich kann man mit gesunder Ernährung Herz- und Kreislaufkrankheiten vorbeugen und Übergewicht reduzieren.
Heike Kaupp kennt viele nützliche Tipps für bewusste Ernährung: „Es ist gut,
wenn man häufig gemeinsam in der Familie, mit Kollegen oder Freunden isst,
wenn man rund ums Essen Rituale pflegt. Viele Menschen haben verlernt,
ihrem Körper zuzuhören und auf Hunger und Sättigung zu achten – dabei ist
das ganz wichtig. Und noch ein Tipp: mit Stress besser umgehen lernen.“
Ein gesundes Frühstück beeinflusst den ganzen Tagesablauf, sagt Heike
Kaupp: „Es kurbelt den Stoffwechsel an und füllt die über Nacht verbrauchten
Kohlenhydratspeicher in den Muskeln und vor allem in der Leber wieder auf.“
Rottal-Inn-Kliniken GmbH
Geschäftsführer: Dr. Robert Riefenstahl
Simonsöder Allee 20 | 84307 Eggenfelden
Pressekontakt:
Renkenberger.txt | Veronika Renkenberger
Telefon: 07071 5669774 | E-Mail: [email protected]
zertifiziert nach
DIN EN ISO 9001:2008
Das gilt für gesunde Menschen ebenso wie für Diabetiker. Allerdings ist es für
die Diabetiker besonders wichtig, dass es die richtigen Kohlenhydrate sind:
„Langsame Kohlenhydrate fließen tröpfchenweise ins Blut und erhöhen so
auch den Blutzucker wesentlich langsamer“, erklärt sie. „Das bedeutet: Sie
halten zudem länger satt und sind zugleich figurfreundlicher.“
Auf den Frühstückstisch der Diabetiker würde die Ernährungswissenschaftlerin ein oder zwei Vollkornsemmeln stellen, alternativ zwei Scheiben Vollkornbrot. Dazu gibt es zehn Gramm Butter oder Margarine, zwei Teelöffel Fruchtmus oder Marmelade (am besten die mit weniger Zucker), ein bis zwei Scheiben fettarme Wurst oder Käse, dazu ein Stück Obst oder ein Joghurt. Als
Getränk Kaffee mit Milch oder Tee, wer süßen will, könnte Stevia nehmen.
Auch ein selbst zusammengestelltes Müsli mit Vollkornflocken, frischem Obst
und Nüssen kann für Diabetiker gesund sein. „Ob Sie Ihr Frühstück richtig
kombiniert haben, sagt Ihnen Ihr Blutzuckermessgerät, probieren Sie es
einfach aus“, ermutigt die Expertin. Vor anderen Frühstücksklassikern warnt
sie ausdrücklich: Toastbrot ist ein Spezialbrot, das mit Fett, Milch und Zucker
versetzt ist. Das bedeutet: Diese Brotsorte ist erheblich kalorienreicher als
normale Brotsorten. Das Toasten macht die Kohlenhydrate besonders leicht
verdaulich, demzufolge wird man auch schneller wieder hungrig. Dasselbe
gelte für Croissants, die ebenfalls viel Zucker und Fett enthalten.
Wie wichtig es ist, dem Typ-2-Diabetes Einhalt zu gebieten, weiß Chefarzt
Muth aus seinen Erfahrungen als Kardiologe: Der Diabetes erhöht die Risiken
für viele Herz-Kreislauf-Krankheiten, speziell Herzinfarkt. Er kann Blutgefäße
nachhaltig schädigen und Durchblutungsstörungen verursachen. Die schweren Folgen reichen vom chronisch offenen Bein bis zur Amputation. Auch
andere Risiken steigen gefährlich. Denn bei Diabetikern sehen gängige
Krankheiten oft anders aus. Ein Herzinfarkt oder eine Angina pectoris, also
eine akute Durchblutungsstörung im Herzen, machen sich anders bemerkbar
als bei Nicht-Diabetikern. „Die bekannten Alarmsignale sind bei Diabetikern oft
ausgeschaltet, die typischen Beschwerden geringer ausgeprägt“, berichtet der
Chefarzt. In den medizinischen Lehrbüchern gebe es daher längst separate
Kapitel über Diabetiker. Auch wenn die Diagnosen dann korrekt gestellt ist,
bleibt es für Diabetiker schwieriger, sagt der Herz-Spezialist: „Nicht-Diabetiker
sind auch weitaus besser behandelbar mit unseren modernen Methoden,
beispielsweise Herzkatheter-Eingriffen.“
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Geschäftsführer: Dr. Robert Riefenstahl
Simonsöder Allee 20 | 84307 Eggenfelden
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